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Geothermie in Ungarn hat Vorbildcharakter

Mit Unterstützung von The European Commission
Geothermie in Ungarn hat Vorbildcharakter
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Von Selene Verri
Zuerst veröffentlicht am
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Laut Tamas Medgyes, Betriebsleiter der Fernwärmegesellschaft von Szeged, ist die Stadt immer noch von Erdgas, insbesondere russischem Gas, abhängig ist. Aber die Umstellung läuft. Und die Auswirkungen sind tiefgreifender als ursprünglich erwartet.

Szeged, die drittgrößte Stadt Ungarns, arbeitet intensiv an der Umstellung auf erneuerbare, geothermische Energie. Wie andere Orte des Landes ist auch Szeged reich an heißem Grundwasser und versucht, sich diese Situation zunutze zu machen. Tamas Medgyes, Betriebsleiter der Fernwärmegesellschaft von Szeged, erklärt uns, dass die Stadt immer noch von Erdgas, insbesondere russischem Gas, abhängig ist. Aber die Dinge ändern sich. Und die Auswirkungen sind tiefgreifender als ursprünglich erwartet.

"Bei sehr kaltem Wetter ersetzen wir das Gas nicht vollständig, aber bei schönem Wetter, wie gerade, stellen wir auf Geothermie um. Dann ersetzen wir das Gas zu 100 Prozent. Auch in den Spitzenzeiten, wenn sich alle die Hände waschen, am Nachmittag, wenn alle baden und der Wärmebedarf sehr hoch ist, laufen die Gaskessel, aber es sind etwa 50 Prozent weniger, als wir vorher verbraucht haben", erzählt Tamas Medgyes.

Projekt mit Vorbildcharakter

"Dieses Projekt hat Vorbildcharakter. Es ist interessant für viele andere Städte. Es gibt hunderte von ähnlich großen und ähnlichen gasbasierten Systemen in Europa, es gibt sogar kohlebasierte Systeme, und die Umstellung auf Geothermie oder andere erneuerbare Energien ist ziemlich wichtig.

Viele Städte sind interessiert daran. Wir haben Besucher aus dem Ausland, aus Serbien, Rumänien und sogar aus Westeuropa, die sich das anschauen und sich dafür interessieren, was wir hier machen."

Abhängigkeit von Russland

"Die Fernwärme in Szeged basiert, wie die meisten Fernwärmesysteme in Ungarn und in Osteuropa, auf fossilen Brennstoffen. In Szeged ist das Erdgas. Es ist importiertes Gas. Es ist kein ungarisches Gas. Es wird aus Russland importiert. Am Anfang war es ein U__mweltgedanke. Durch den Krieg und die Energiekrise wurde es zu einem Projekt der Versorgungssicherheit. Was also als Umweltprojekt begann, ist jetzt auch ein Projekt der Versorgungssicherheit."

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