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Live. Europawahlen: Nach Sieg von Le Pen Neuwahlen in Frankreich

Euronews berichtet live vom letzten Tag der Europawahlen
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Die rechtspopulistische Partei von Rassemblement National kam Prognosen zufolge auf mehr als 30 Prozent, doppelt so viel die Partei des französischen Präsidenten Macron. Dieser reagierte: Auflösung des Parlaments und Neuwahlen.

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+++ Unseren Live-Blog mit allen aktuellen Entwicklungen aus den EU-Ländern finden Sie weiter unten +++

Nach Schließung der Wahllokale in den 21 Mitgliedstaaten, in denen am Sonntag gewählt wurde, kommen die ersten Ergebnisse der Wahlumfragen, die einen Rechtsruck bestätigen.

Die Wahlen, die sich über vier Tage erstreckten, sind die weltweit größte länderübergreifende Abstimmung. Rund 360 Millionen EU-Bürger waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, um 720 Mitglieder des Europäischen Parlaments zu wählen.

Italien wird das letzte Land sein, das seine Wahllokale um 23:00 Uhr MEZ schließt.

Hier ist eine Zusammenfassung, um Sie auf den neuesten Stand zu bringen:

Neuwahlen in Frankreich, am 30. Juni und 7. Juli

Kurz vor 21 Uhr hielt Präsident Emmanuel Macron eine Ansprache und reagierte auf das schwache Ergebnis seiner Partei Renaissance, Prognosen zufolge auf dem zweiten Platz mit rund 15,2 Prozent knapp vor den Sozialisten mit 14 Prozenten. Macron kündigte die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen an. Der erste Wahlgang soll bereits am 30. Juni erfolgen, der zweite am 7. Juli.

Die Sieger des Abends in Frankreich sind somit die Partei von Marine Le Pen, Rassemblement National, mit ihrem Spitzenkandidaten Jordan Bardella, die Hochrechnungen zufolge auf mehr als 30 Prozent kommen.

Deutschland Österreich: Zugewinne für AfD und FPÖ

Die AfD kommt auf ihr bisher bestes Ergebnis bei einer bundesweiten Wahl und holt laut Prognose 16,5%. Das Ergebnis fällt aber niedriger aus, als zwischenzeitliche Umfragewerte.  

Das neue Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) trat zum ersten Mal bei einer Wahl an und erreichte aus dem Stand 5,5%. Die Linkspartei kommt auf nur noch 2,8 Prozent, die Freien Wähler auf 2,6%, die Partei Volt auf 2,8%.

Die Umfragen sehen die Mitte-Rechts-Partei CDU in Deutschland vorne und die AfD könnte kräftige Zuwächse verzeichnen. Laut Prognose von infratest dimap erreichen CDU und CSU zusammen 29,5% - davon entfallen 23,5% auf die CDU und 6,0% auf die CSU.

Die SPD kommt laut diese Prognose auf 14,0% - ihr bisher schlechtestes Ergebnis bei einer Europawahl, 2019 waren es 15,8%. Die Grünen verlieren am stärken: Die Partei verliert 8% und liegt jetzt nur noch bei 12,0%. Die FDP kommt auf 5,0%. Die Ampelparteien werden also stark abgestraft.  

Die AfD kommt auf ihr bisher bestes Ergebnis bei einer bundesweiten Wahl und holt laut Prognose 16,5%. Das Ergebnis fällt aber niedriger aus, als zwischenzeitliche Umfragewerte.  

Das neue Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) trat zum ersten Mal bei einer Wahl an und erreichte aus dem Stand 5,5%. Die Linkspartei kommt auf nur noch 2,8 Prozent, die Freien Wähler auf 2,6%, die Partei Volt auf 2,8%.

In Österreich konnte sich laut den Prognosen die rechtsextreme Freiheitliche Partei (FPÖ) zum ersten Mal den ersten Platz sichern.

Historische Europawahl 2024

Heute waren rund 360 Millionen Europäer:innen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, um in der weltweit größten länderübergreifenden Wahl 720 Mitglieder des Europäischen Parlaments zu wählen. Italien wird als letztes Land um 23.00 Uhr MEZ seine Wahllokale schließen.

Euronews informiert Sie seit 17.00 Uhr MEZ mit einer Live-Sondersendung aus dem Europäischen Parlament über die neuesten Entwicklungen und Expertenanalysen informieren.

Wir laden Sie herzlich ein, die Wahl mit uns auf Euronews zu verfolgen.

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Alle aktuellen Nachrichten und Expertenanalysen finden Sie in der Euronews-Sondersendung, die live aus dem Europäischen Parlament übertragen wird, sowie auf unserer speziellen Ergebnisseite.

Meinungsumfragen sagen den rechtsextremen Parteien historische Gewinne voraus. Ein solches Ergebnis könnte das Machtgleichgewicht in der einzigen demokratisch gewählten Institution der EU verschieben und rechten Kräften mehr Einfluss denn je auf die EU-Politik geben. Auf dem Spiel steht auch, wer das Ruder in den europäischen Institutionen in Brüssel, einschließlich der Kommission und des Rates, übernimmt, denn die Wahlen werden ein Rennen um die Spitzenpositionen in der EU auslösen.

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