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Angst vor Spionage: Norwegen will Verkauf von Häusern an Russen verhindern

Kreml-nahe Russen haben bereits Häuser in der Nähe von wichtigen norwegischen Militäranlagen gekauft.
Kreml-nahe Russen haben bereits Häuser in der Nähe von wichtigen norwegischen Militäranlagen gekauft. Copyright HO/AP2005
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Von Heilika Leinus
Zuerst veröffentlicht am
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Norwegen versucht, ein von der finnischen Regierung eingeführtes Gesetz zu übernehmen, um den Verkauf von Immobilien an Kreml-nahe Russen einschränken zu können.

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Norwegische Medien haben aufgedeckt, das Russen aus Putins Umkreis Häuser in der Nähe wichtiger norwegischer Militäranlagen gekauft haben. Nun will Norwegen den Verkauf von Immobilien an Russen einschränken und orientiert sich dabei an einem Gesetz, das es bereits in Finnalnd gibt.

Schöne Aussicht auf eine Militäranlage

Im Februar 2024 hat der norwegische Inlandsgeheimdienst PST vor verstärkten russischen Spionageaktivitäten gewarnt, insbesondere im Norden des Landes. Dort hatten reche Russen vermehrt versucht, Grundstücke und Häuser nahe wichtiger militärischer Einrichtungen zu kaufen.  

Damals schaute der norwegische Sender TV2 sich öffentlich zugängliche Eigentümerregister and und fand heraus, dass drei Ferienhäuser mit Blick auf den Militärflughafen Bardufoss bereits Russen gehörten. Neben der wunderschönen Natur befanden sich in der Umgebung militärisch genutzte Kaianlagen und das Haupquartier der norwegischen Armee.

Mithilfe russischer Exiljournalisten fanden stellten die norwegischen Medien damals fest, dass eins der Häuser Igor Morar gehörte – dem Bürgermeister der russischen Stadt Murmansk. Zu den Eigentümer der Ferienhäuser gehörte aber auch Viktor Saygin, der sich aktiv für Verbreitung russischer Propaganda im Westen einsetzt.

Finnisches Gesetz als Vorbild

Um solche Immobilienkäufe künftig zu verhindern, will die norwegische Regierung nun das neue finnische Wohnungsgesetz nachahmen. Laut diesem Gesetz brauchen Ausländer, die weder von der Europäischen Union noch vom europäischen Wirtschaftsraum kommen, für den Erwerb einer Immobilie in Finnland eine staatliche Genehmigung. Somit soll verhindert werden, dass sich Putin-nahe Russen Immobilien in strategisch wichtigen Standorten kaufen.

Derzeit arbeitet die norwegische Regierung an einem ähnlichen Gesetz, laut dem bestimmte Immobilienkäufe künftig ebenfalls nicht ohne staatliche Genehmigung abgeschlossen werden können.

Die norwegische Ministerin für Justiz und öffentliche Sicherheit, Emilie Enger Mehl, sagt, dass die norwegische Regierung intensiv an der Lösung des Problem arbeite. "Es ist für die Regierung seit unserem Amtsantritt im Herbst 2021 ein wichtiges Anliegen, die Vorschriften zu verschärfen, die nationale Sicherheit zu erhöhen und sicherzustellen, dass wir die Möglichkeit haben, Immobilienverkäufe bei Bedarf zu stoppen", so Mehl.  

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