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Die Städte nach der Pandemie sind "nicht ausgestorben"

Von Damon Embling
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Hala El Akl
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Die weltweite Pandemie hat unser berufliches und privates Leben auf den Kopf gestellt und uns dazu gebracht, über unsere Gesundheit nachzudenken - und das in mehr als einer Hinsicht. Für die Londoner Stadtplanerin und Architektin Hala El Akl hat die Pandemie den Zusammenhang zwischen dem Ort, an dem wir leben und arbeiten, und unserem persönlichen Wohlbefinden deutlich gemacht.

Als Direktorin von PLP Architecture und Gründungsmitglied des angegliederten Forschungszentrums PLP Labs befasst sich Hala El Akl mit diesen Schnittstellen täglich: "Ich denke, wir brauchen ein bisschen Abstand und Raum, um zu analysieren, was in diesem Jahr passiert ist, was uns tatsächlich getroffen hat", sagt Hala, die ursprünglich aus dem Libanon stammt. "Ich glaube nicht, dass wir den Tod der Stadt erleben werden, oder den Tod des Büros, oder den Tod der High Street, denn es gibt Dinge, die wir vermissen, wenn wir uns isoliert befinden.

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"Aber ich denke, das Wichtigste ist eine Verbindung, die sich in den Köpfen der Menschen bestätigt hat: die Verbindung zwischen ihrer Umwelt und ihrer Gesundheit. Was wir bei PLP Labs tun, ist die Entwicklung von Werkzeugen, um dieses Verständnis zu verbessern und den Gemeinden zu helfen, Maßnahmen zu ergreifen." Neue Technologien, wie künstliche Intelligenz, spielen eine wachsende Rolle bei der Gestaltung der Städte, Häuser und Büros von morgen. Auch Computertechnologien, sogenannte Wearables werden getestet, um die Gesundheit und das Wohlbefinden an Arbeitsplätzen zu messen.

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"Wir haben einige Pilotprojekte durchgeführt und die Auswirkungen gemessen, wenn man alleine arbeitet, wenn es mehr Licht gibt, wenn man von Grünflächen umgeben ist", sagte Hala gegenüber Euronews. "Ich denke, Technologie und Wearables erlauben es uns, diese Verbindung genau zu messen und nicht nur zu sagen, ich möchte hier eine grüne Wand aufstellen, weil es besser ist."

Manche befürchten, dass die Roboter kommen, um menschliche Arbeit zu übernehmen. Für Hala ist das kein Grund zur Sorge: "Für mich ist es ein Vergnügen, weil es mich vom Systematischen, Repetitiven befreit und mir erlaubt, mein Gehirn strategischer einzusetzen", sagt sie.

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Nachhaltigkeit ist ein Thema, das sich durch Halas innovative Arbeit zieht. Sie beschreibt das (!) globale Thema des 21. Jahrhunderts als eine Frage der "Selbsterhaltung": "Wenn man sich unsere Arbeit der letzten 10 Jahre ansieht, gibt es zwei Dinge. Das erste ist Innovation und das zweite Umwälzungen. Im Wohnbereich haben wir zum Beispiel das erste Co-Living-Gebäude in Großbritannien erschaffen. Ein anderes Beispiel ist das größte Holzdach in Europa oder ein Gebäude, das wir in den Niederlanden entworfen haben, genannt The Edge, das als das intelligenteste und grünste Gebäude der Welt bezeichnet wurde", führt sie fort.

"Der zweite Aspekt ist die Frage, wie wir die Nachhaltigkeit integrieren können, und in den letzten 10 Jahren haben unsere Schlüsselprojekte dies ganz gut zusammengebracht." Nachhaltigkeit werde in den kommenden Jahren ganz entscheidend unser Zusammenleben in den Städten prägen, so die Stadtplanerin.

Journalist • Luis Nicolas Jachmann