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Streik in Heathrow: British Airways streicht Ostern 32 Flüge täglich

British Airways muss den Flugplan zusammenkürzen.
British Airways muss den Flugplan zusammenkürzen. Copyright AP Photo/Alberto Pezzali
Copyright AP Photo/Alberto Pezzali
Von Euronews
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Wegen eines Streiks will British Airways während der Osterferien täglich rund 32 Flüge am Flughafen Heathrow streichen.

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Wegen eines Streiks will British Airways während der Osterferien täglich rund 32 Flüge am Flughafen Heathrow streichen. Mehr als 1.400 Mitarbeiter:innen im Bereich Sicherheit wollen am verkehrsreichsten Flughafen Großbritanniens über die Osterfeiertage streiken.

Die Beschäftigten des Terminals 5, des Hauptterminals von British Airways, werden schon ab dem 31. März für 10 Tage die Arbeit niederlegen, um für eine bessere Bezahlung zu kämpfen.

British Airways muss den Flugplan an diesen Tagen um fünf Prozent kürzen. Insgesamt werden in der stark frequentierten Zeit um Ostern mehr als 300 Flüge gestrichen. Auch andere Fluggesellschaften, die von Heathrow aus fliegen, könnten davon betroffen sein.

Warum streikt das Sicherheitspersonal von Heathrow?

Der Streik ist das Ergebnis einer Urabstimmung der Unite-Beschäftigten, die in der vergangenen Woche das Angebot des Flughafens für eine 10-prozentige Lohnerhöhung abgelehnt haben. Nach Jahren des Lohnstopps und der Lohnkürzungen und angesichts einer Inflation von 13,4 Prozent sagt die Gewerkschaft, dass die Annahme des Vorschlags eine reale Lohnkürzung bedeuten würde.

Die Generalsekretärin der Gewerkschaft Unite, Sharon Graham, sagt, dass die Heathrow-Beschäftigten "Armutslöhne erhalten, während der Vorstandsvorsitzende und die leitenden Angestellten riesige Gehälter beziehen."

Sie fügt hinzu, dass die Unite-Mitglieder "aufgrund der niedrigen Löhne einfach nicht über die Runden kommen können" und dass sie "aus Not und nicht aus Gier" streiken.

Für den Flughafen ist die Notwendigkeit fraglich. Der von ihm unterbreitete Lohnvorschlag fair sei und "die Drohung, den Menschen ihren hart verdienten Urlaub mit Streiks zu ruinieren", würde die Vereinbarung nicht verbessern.

Ein Sicherheitsmitarbeiter in Heathrow erhält nach Angaben der Gewerkschaft nur 24.000 Pfund, umgerechnet etwa 27.400 Euro im Jahr.

Die Heathrow Airports Limited (HAL) erklärt, dass ihr Personal mindestens nach dem Londoner Existenzminimum bezahlt wird. Das Anfangsgehalt für einen Sicherheitsmitarbeiter oder eine Sicherheitsmitarbeiterin würde bei 27.754 Pfund, also rund 31.700 Euro liegen, wenn ihr 10-Prozent-Angebot angenommen wird. Das Unternehmen fordert die Unite auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Was bedeutet das für Osterflüge über Heathrow?

British Airways bedauert die "wenigen Anpassungen", die sie an ihrem Flugplan vornehmen mussten. "Wir haben uns bei den Kunden, deren Reisepläne betroffen sind, entschuldigt und ihnen eine Reihe von Optionen angeboten, einschließlich der Umbuchung auf einen neuen Flug mit uns oder einer anderen Fluggesellschaft oder der Beantragung einer vollständigen Rückerstattung", so ein Sprecher.

Die Gewerkschaft warnt die Reisenden vor möglichen langen Warteschlangen. "Der Streik wird in Heathrow über Ostern zu erheblichen Störungen und Verspätungen führen", so Wayne King, regionaler Koordinator von Unite.

Heathrow verweist auf Notfallpläne, um sicherzustellen, dass der Flughafen geöffnet bleibt. In einer Erklärung versicherte Heathrow den Passagieren, dass der Flughafen "trotz der unnötigen Streikdrohungen der Unite geöffnet und betriebsbereit sein wird."

Zu den bestreikten Sicherheitskräften gehören auch diejenigen, die für die Kontrolle der gesamten Fracht zuständig sind, die auf dem Flughafen ankommt. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass Heathrow Ressourcen aus anderen Bereichen abziehen muss. Warteschlangen könnten also länger sein als normal. Es ist ratsam, rechtzeitig zum Flughafen zu kommen.

Auch die Mitarbeiter der Passbehörde streiken über Ostern

Ein weiterer Streik im Vereinigten Königreich könnte sich ebenfalls auf den Reiseverkehr zu Ostern auswirken - und sogar darüber hinaus. Anfang dieses Monats haben 1.000 Beschäftigte der Passbehörde angekündigt, im kommenden Monat fünf Wochen lang zu streiken.

Die Mitglieder der Gewerkschaft Public and Commercial Services (PCS), die in England, Schottland und Wales tätig sind, werden vom 3. April bis zum 5. Mai die Arbeit niederlegen, gefolgt von den Beschäftigten in Belfast vom 7. April bis zum 5. Mai.

Grund für den Arbeitskampf ist ein Streit über Arbeitsplätze, Löhne und Arbeitsbedingungen. Gerechnet wird mit massiven Störungen. Einige der beantragten Pässe werden womöglich nicht rechtzeitig vor dem Sommerurlaub fertig. 

Nach Angaben des Reiseexperten Simon Calder erhält das Passamt in Spitzenzeiten - auch im April - bis zu 250.000 Anträge pro Woche. Zusammengerechnet bedeutet das, dass während des Streiks mehr als eine Million Anträge gestellt werden könnten.

Das Innenministerium erklärt, es sei enttäuscht über die Entscheidung der PCS, die Arbeit niederzulegen, berichtet die BBC. Der Streik werde aber keine Auswirkungen auf die Richtlinien haben, die weiterhin eine Frist von bis zu 10 Wochen für die Ausstellung eines Reisepasses vorsehen. Es werden Vorbereitungen getroffen, um der Nachfrage gerecht zu werden.

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