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Auf der Müllhalde suchen die Arbeiter:innen wiederverwendbares Plastik.

Video. Plastik-Sammler:innen in Kenia müssen ihre Gesundheit riskieren

Auf der Dandora-Müllhalde in der kenianischen Hauptstadt Nairobi durchforsten Arbeiter:innen den Müll, um wiederverwendbares Plastik zu entdecken.

Auf der Dandora-Müllhalde in der kenianischen Hauptstadt Nairobi durchforsten Arbeiter:innen den Müll, um wiederverwendbares Plastik zu entdecken.

Einen Kilo Plastik können die Sammler:innen für 17 Kenia-Schilling an Recycler verkaufen, das sind umgerechnet etwa 11 Cent.

Eunice Achieng arbeitet seit fünf Jahren auf der Mülldeponie. Die 25-jährige alleinerziehende Mutter zweier Kinder verdient am Tag rund zwei Euro. Sie erzählt, dass die Arbeit zwar ihre Gesundheit gefährde – Sie jedoch keine andere Wahl habe.

„Ich sammele den ganzen Tag Plastik und kann damit ungefähr 300 Kenia-Schilling (2,02 Euro) verdienen. Ich verkaufe ein Kilo für 17 Kenia-Schilling (0,11 Euro). Aber ich bin in diesem Job ungeschützt. Meine Hände tun die ganze Zeit weh und ich werde immer wieder krank, gerade habe ich Husten, und ohne diese Arbeit haben meine Kinder nichts zu essen. Hiermit ziehe ich meine Kinder groß“, sagt sie.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) warnte schon 2007 vor dem Gesundheitsrisiko, das die Dandora-Müllhalde für die Arbeitenden und die Anwohner:innen darstellt.

Kenias größte Müllhalde öffnete 1975 und wurde vom Gesundheitsamt 2001 für voll erklärt. Dennoch ist sie auch über zwei Jahrzehnte später weiterhin im Einsatz, obwohl sie 2021 innerhalb von sechs Monaten nach einem Gerichtsbeschluss geschlossen werden sollte.

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