In bunten Kostümen und mit handgefertigten Masken tanzten die Gemeindemitglieder durch die Straßen. Kinder empfingen nach einem Jahr religiöser Vorbereitung ihre Erstkommunion. Das Fest verbindet katholische Frömmigkeit mit lokalen Bräuchen und gehört zu einem Ritual, in dem maskierte Teufel sich am Ende vor dem Allerheiligsten Sakrament beugen und so den Sieg des Guten über das Böse symbolisieren. UNESCO nahm die Tradition 2012 in die Liste des immateriellen Kulturerbes auf.
Die Feier in Tarmas zeichnet sich durch kleine Masken aus getrockneten Kürbissen und einen rhythmischen Tanz aus, bei dem die Tänzer das Kreuzzeichen auf den Boden zeichnen. Teilnehmende berichten, dass sich Kostüme und Rituale von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden. Im Mittelpunkt steht jedoch überall dasselbe Ziel: die Eucharistie zu ehren.
Der Brauch geht auf die Ankunft der Franziskanermissionare im späten 18. Jahrhundert zurück und vereint katholische, indigene und afrikanische Einflüsse. Heute zählt er zu den markantesten religiösen und kulturellen Festen Venezuelas und führt jedes Jahr Familien, Gläubige und örtliche Bruderschaften zusammen.