Türkei verhaftet 150 Online-Kritiker der Operation "Olivenzweig"

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Von Alexandra Leistner
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Mindestens 150 Personen wurden in der Türkei wegen der "Verbreitung terroristischer Propaganda" festgenommen. Sie hatten die Operation Ankaras in Nordsyrien in sozialen Netzwerken kritisiert.

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Weil sie in sozialen Netzwerken den Einsatz der türkischen Streitkräfte gegen die kurdische YPG in Nordsyrien kritisiert haben, sind in der Türkei mindestens 150 Menschen festgenommen worden.

Das teilten türkische Staatsmedien mit.

Wie die deutsche *taz bekanntgab, *sind darunter auch zwei Journalisten eines Ablegers der Berliner Tageszeitung in Ankara. Am Dienstag berichtete das Blatt, die Wohnungen seien durchsucht und die Reporter von Anti-Terror-Einheiten festgenommen worden.

Mit der Operation "Olivenzweig" geht Ankara gegen kurdische YPG-Kämpfer in Nordsyrien vor. Sie werden als verlängerter Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK angesehen.

Die festgenommenen Journalisten, Politiker und Aktivisten hatten das von der Regierung beschlossene Vorgehen der türkischen Armee in sozialen Netzwerken kritisiert, wie die pro-kurdische Oppositionspartei HDP mitteilte.

Demnach wurden in 31 Regionen insgesamt 150 Personen festgenommen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu teilte mit, dass die Polizei alle sozialen Medien überwache. "Alle Nutzer, die Propaganda von Terrorgruppen verbreiten, werden strafrechtlich verfolgt."

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