Eilmeldung

Eilmeldung

Türkei rückt in Afrin weiter vor - Kurden ziehen Kämpfer aus Rakkah ab

Sie lesen gerade:

Türkei rückt in Afrin weiter vor - Kurden ziehen Kämpfer aus Rakkah ab

Türkisch unterstützte Kämpfer der Freien Syrischen Armee Im Dorf Kafr Jana
@ Copyright :
REUTERS/Khalil Ashawi
Schriftgrösse Aa Aa

Die türkischen Truppen in Nordsyrien und ihre Verbündeten der "Freien Syrischen Armee" verzeichnen im Norden von Syrien Geländegewinne und haben den Ort Jindires in dem Distrikt Afrin eingenommen.

Das meldet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu an diesem Donnerstag. Seit Tagen hatten sich auf Häuserkampf spezialisierte türkische Eiliteeinheiten zusammen mit FSA-Milizen der Stadt Afrin immer weiter angenähert.

Laut Videos im Internet verbrannten FSA-Kämpfer in Jinderes Fahnen der Kurden mit dem wegen Terrorismus in der Türkei inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan.

Auch Internetseiten von Jesiden in Europa berichten über die Geländegewinne der türkischen Truppen.

Die kurdischen EInheiten der YPG waren in Nordsyrien in den vergangenen Tagen immer mehr unter Druck geraten.

Deshalb bestätigten die Kurden, dass sie etwa 1.700 Kämpfer aus Rakkah, wo sie - unterstützt von den USA - gegen den sogenannten "Islamischen Staat" im Einsatz waren, abgezogen und nach Afrin geschickt haben.

Frank Nordhausen schreibt dazu in der Frankfurter Rundschau: "Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kann sich in Syrien erholen, weil sie indirekt türkische Hilfe bekommt." Wird also der IS durch die Afrin-Offensive der Türkei gestärkt?

Fragen gibt es auch zur Position der USA in der Region, die dort eigentlich die Kurden im Kampf gegen die Terrormiliz IS unterstützt.

Die offizielle Position der UNO ist, dass die beschlossene Waffenruhe für Syrien auch für Afrin gelten sollte. Aber Recep Tayyip Erdogan sieht das anders, für den türkischen Präsidenten ist der Militäreinsatz gegen die YPG in Nordsyrien ein Kampf gegen Terroristen.

Anmerkung: In einer früheren Fassung dieses Artikels stand, die Stadt Afrin sei eingenommen worden. Dieser Fehler wurde korrigiert.