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Kritik an Airbus von Jeremy Hunt: Die Drohungen an die Regierung sind inakzeptabel

Kritik an Airbus von Jeremy Hunt: Die Drohungen an die Regierung sind inakzeptabel
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Die Verhandlungen zwischen der britischen Regierung und den Unternehmen haben am Freitag begonnen. Die Chefs der Unternehmen Airbus und BMW drohten der Regiering bei einem möglichen Brexit mit der Einstellung der Produktion im Vereinten Königreich. Der Abbau der Produktion erfolge, sofern kein spezielles Abkommen für die Industrie getroffen werde.

Airbus und BMW beschäftigen im Vereinten Königreich mehrere tausend Angestellte. Ein Abbau würde außer der Beschäftigten der beiden Firmen auch hunderte von anderen Unternehmen betreffen, die an der Produktion beteiligt sind. Ein entsprechendes Abkommen für die Industrie steht von Seiten der Regierung jedoch noch aus.

Handelsminister Liam Fox äußerte diesbezüglich seine Bedenken zum weiteren Verlauf der Brexit-Verhandlungen. Aus dem konservativen Lager kam gestern heftige Kritik.

Jeremy Hunt bezeichnet die Drohungen der Unternehmen gegenüber der Regierung als schlichtweg inakzeptabel. Die Situation sei kritisch, so der Gesundheitsminister, und je mehr Theresa May untergraben werde, desto schlimmer werden die Folgen für alle Betroffenen. Der Minister sprach konkret von einem Desaster.

In Hinblick auf das Ende der Verhandlungen kommenden März scheinen die Unternehmen nun vermehrt besorgt um ihre Zukunft. Großbritanniens fünf größte Unternehmen haben sich am Wochenende deshalb mit einem offenen Brief an die Regierung und Jean-Claude Juncker sowie Donald Tusk gewandt.

Darin bitten sie um die Beschleinigung der Verhandlungen und weisen auf die tausenden Jobs hin, die durch den möglichen EU-Austritt gefährdet sind. Die Unternehmen fordern außerdem eine stärkere Einbindung in die Brexit-Gespräche.

In dem Brief wird zudem auch die angebliche Beleidigung von Generalsekrär Boris Johnson gegenüber den Unternehmen angesprochen. Auf die Befürchtungen der Unternehmen bezüglich der möglichen Folgen eines Brexits für die Industrie, soll Johnson mit vulgären Worten geantwortet haben.