Organspende: Ist Jens Spahns Idee die Lösung?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Martini-Klinik in Hamburg.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Martini-Klinik in Hamburg. Copyright Christian Charisius/Pool via Reuters
Von Philipp Lippert
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Spahn möchte in Deutschland die Widerspruchsregelung einführen. Dabei wird jeder automatisch zum Spender, außer man lehnt eine Organtransplantation ausdrücklich ab.

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Die Organspende - ein Thema, das in der Politik jetzt wieder diskutiert wird. Die Debatte ausgelöst, hat Gesundheitsminister Jens Spahn. Er möchte auch in Deutschland die sogenannte Widerspruchslösung einführen, wie sie auch in anderen europäischen Ländern gilt.

Bei der Widerspruchsregelung ist jeder grundsätzlich erst mal automatisch Spender

Wer dann nicht ausdrücklich eine Organtransplantation ablehnt, wird automatisch zum Spender. Für Spahn ist das die Lösung: "Ich denke, es ist einfach nötig. Wir sind bei den Organspenden auf einem Rekordtiefstand - so wenige wie noch nie. Gleichzeitig gibt es eine hohe Bereitschaft in der Bevölkerung. Das zeigen alle Umfragen."

Und tatsächlich: In europäischen Ländern, in denen die Widerspruchsregelung gilt, wie zum Beispiel in Spanien oder Frankreich, werden deutlich mehr Organe gespendet. Aber würde der gleiche Effekt auch in Deutschland eintreten?

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Eine Studie belegt: Das Problem liegt bei den Krankenhäusern

Eher nicht. Davon geht eine Studie aus, die erst vor Kurzem im "Deutschen Ärzteblatt" veröffentlicht wurde. Demnach liegt das Problem bei den Krankenhäusern: Dort werden potenzielle Spender nur selten erkannt und viele deshalb gar nicht erst gemeldet.

Ein anderer Vorschlag ist deshalb: Krankenhäuser sollten in Zukunft für Organtransplantationen mehr Geld bekommen. So hätten sie den Anreiz, mehr Spender zu melden - und die Zahl der Organspenden in Deutschland könnte möglicherweise ganz ohne eine Widerspruchsregelung wieder steigen.

Zudem gibt es vom Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates Kritik an Spahns Vorschlag:

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