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Kontroverse um Serena-Williams-Karikatur

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Die Diskussionen um den Wutausbruch von Serena Williams im US-Open-Finale gehen nach dem Abschluss des Turniers weiter.

Die konservative australische Tageszeitung Herald Sun hat einen Cartoon veröffentlicht, in dem Serena Williams heulend auf ihrem Tennisschläger herumtrampelt.

Zeichner Mark Night wehrt sich gegen Rassismusvorwürfe:

"Als ich diesen Cartoon zeichnete, dachte ich nicht an Rassenpolitik in Amerika. Ich sah einfach die Nummer eins der Welt, eine der größten Spielerinnen aller Zeiten, die ich bewundere. Als ich den Cartoon gezeichnet habe, ging es wie von selbst. Ich habe nicht erwartet, dass man ihn in den USA als Symbol für Rassismus aufgreifen würde".

Schriftstellerin Joanne Rowling wirft dem Cartoonisten Rassismus vor. Williams wurde im Finale der US Open gegen Naomi Osaka wegen Coaching bestraft. Dazu Craig Tiley, Direktor der Australian Open:

"Der Sport muss sich wirklich damit auseinandersetzen, wie er mit Coaching umgeht. Werden wir Coaching bekommen? Und wie wird es aussehen? Es muss ein definiertes Element sein, das im Sport erlaubt ist. Wir müssen uns zusammensetzen und das klarstellen. Sobald dies erledigt ist, werden wir solche Probleme wie im Finale nicht mehr haben".

US Open Gewinner Novak Djokovic zeigt Verständnis für Serena Williams:

"Meiner Meinung nach, hätte der Schiedsrichter Serena Williams im Finale eines Grand Slam Turniers nicht an ihre Grenze bringen dürfen. Der Spielverlauf wurde dadurch verändert, dass war nicht nötig. Wir alle sind im Finale eines Turniers angespannt".

Djokovic forderte auch Verständnis für den Schiedsrichter, für den es eine schwierige Situation gewesen sei.