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Mehr als 1200 Tote bei Tsunami-Katastrophe in Indonesien

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Mehr als 1200 Tote bei Tsunami-Katastrophe in Indonesien

Mehr als 1200 Tote bei Tsunami-Katastrophe in Indonesien
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Die Zahl der Todesopfer bei den Erdbeben und dem folgenden Tsunami in Indonesien hat sich nochmals deutlich erhöht. Die Nationale Katastrophenschutzbehörde sprach am Dienstag von mindestens 1234 Toten. Zahlreiche Bewohner der betroffenen Gebiete werden noch vermisst.

Die verhängnisvollen Folgen der Erdbeben mit anschließenden Flutwellen auf der indonesischen Insel Sulawesi sind nach Meinung von Regierungskritikern auch auf Fehler der Behörden zurückzuführen.

Es wird der Vorwurf laut, eine angemessene Tsunami-Vorhersage hätte viele Opfer verhindern können. Die Behörden hatten zwar zunächst vor möglichen Flutwellen gewarnt, den Alarm aber kurz darauf aufgehoben. Das indonesische Abgeordnetenhaus fordert eine Stellungnahme des nationalen Wetteramtes und eine Erklärung, weshalb die Flutwarnung außer Kraft gesetzt wurde.

Unterdessen wurden weitere Erdbeben gemeldet - diesmal nahe der südindonesischen Insel Sumba. Die Stöße erreichten auf der Richter-Skala Stärken zwischen 5,2 und 6,3. Die Gefahr von Flutwellen bestehe nicht, teilte das Wetteramt mit.

Um die Überlebenden auf Sulawesi medizinisch versorgen zu können, wurden weitere Ärzte in das Katastrophengebiet geschickt, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Es gebe keinen Strom, die Kommunikationsmittel seien ausgefallen und auch Gas gebe es nicht, sagt ein Mann. "Alle stehen Schlange, vor allem für Nahrungsmittel, die nur begrenzt verfügbar sind", berichtet er.

Aufgrund des Strommangels können die Bediensteten der Krankenhäuser allerdings nicht in vollem Umfang arbeiten. Um Tetanusinfektionen zu verhindern, will das Gesundheitsministerium zusätzliche Impfmittel zur Verfügung stellen.