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"Frauen schaffen eine gerechtere Gesellschaft"

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"Frauen schaffen eine gerechtere Gesellschaft"

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Eine jüngste Studie der Weltbank schlägt Alarm: Rund 160 Billionen Dollar gehen der Welt an Reichtum verloren, weil Frauen weniger verdienen als Männer.

Abhilfe schaffen könnte es, wenn Frauen besser ausgebildet werden, vor allem als Unternehmerinnen.

2014 startete eine Initiative in Portugal, die genau das erreichen will.

Euronews sprach mit einer ihrer Managerinnen über die Herausforderungen, die dabei zu überwinden sind, auf der vierten Konferenz "Frauen für das Mittelmeer" in Lissabon.

"Damals endete das Euro-Rettungsverfahren für Portugal, und die Wirtschaft besserte sich nach und nach. Die Stadt Lissabon ermutigte junge Start-Up-Unternehmen und schuf ein eigenes Referat", sagt Mariana Duarte Silva, eine portugiesische Unternehmerin.

"Am wichtigsten ist es, sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und nicht auf männliche Stimmen zu hören. Allerdings muss ich auch sagen, dass in meiner Karriere viele Männer ein bedeutende Rolle gespielt haben."

Die Konferenz wird von der Mittelmeer-Union organisiert. Das sind 43 Mitgliedstaaten aus Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika, die bei nachhaltiger Entwicklung zusammenarbeiten.

Ein Jahr nach der Erklärung von Kairo über den Kampf gegen Geschlechterungleichheit geht es um eine Bestandsaufnahme. Ein Schwerpunkt der Konferenz war Gewalt gegen Frauen - ein Thema, das nach MeToo! und dem diesjährigen Friedensnobelpreis besonderes Interesse auf sich zog.

Das is Lina Khalifeh aus Jordanien, sie praktiziert Kampfsportarten als Beruf.

In ihrem Sportstudio "SheFighter" hat sie seit 2012 mehr als 15.000 Frauen aus aller Welt in Selbstverteidigung ausgebildet.

Nun will sie weiter expandieren.

"Es geht um die Verbindungen zwischen Geist, Körper und Seele und wie man ein vernünftiges Gleichgewicht erhält. Diese innere Befriedigung ist wichtig, denn Du weisst, dass Du stark genug bist, auch wenn Dir jemand sagt, Du seist schwach und habest kein Selbstvertrauen."

Auf der Konferenz wurde entschieden, einen Nachfragemechanismus zu installieren. Gemeinsame Indikatoren sollen es erlauben, genaue Daten über Fortschritte in der Region zu bekommen.

"Wäre der Frauenanteil auf dem Arbeitsmarkt derselbe wie der der Männer, gäbe es in der Mittelmeer-Region einen Anstieg von Internet-StartUps von einem Viertel. Das ist nicht nur eine Menge Geld, sondern auch wichtig für eine offene, gerechte und integrative Gesellschaft", sagt Laurence Païs, stellvertretende Generalsekretärin der Mittelmeer-Union.