Eilmeldung

Eilmeldung

Judo-Grand-Prix in Cancún: Schwergewichte im Mittelpunkt

Sie lesen gerade:

Judo-Grand-Prix in Cancún: Schwergewichte im Mittelpunkt

Judo-Grand-Prix in Cancún: Schwergewichte im Mittelpunkt
Schriftgrösse Aa Aa

Am dritten und letzten Wettkampftag des Judo-Grand-Prix im mexikanischen Cancún standen die Schwergewichte im Mittelpunkt - und dabei besonders der Tscheche Lukas Krpalek. In Rio vor zwei Jahren gewann er Olympisches Gold in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm und tritt mittlerweile in der Königsklasse der Männer über 100 Kilogramm an.

Sein Gegner im Finale von Cancún war der Kubaner Andy Granda. Krpalek lag hinten und war in Zugzwang. Mit zwei Waza-Ari-Wertungen drehte er den Spieß noch um. Mit dabei: Seine Spezialtechnik Sumi-Gaeshi. Nach Hohhot und Antalya 2017 war es bereits der dritte Grand-Prix-Sieg für den Tschechen in der nach oben offen Gewichtsklasse.

„Mein Finalgegner war nicht ganz so schwer, sondern hatte dasselbe Gewicht wie ich. Das war gut für mich“, so der Tscheche. „Wenn ich auf Gegner treffe, die 150 Kilo wiegen, ist das äußerst schwierig. Aber dieser Gegner war eher meine Kragenweite. Ich glaube, ich habe einen guten Kampf abgeliefert. Ich bin zufrieden", sagte Krpalek.

Bei den Damen bis 78 Kilogramm triumphierte die Japanerin Rika Takayama. Sie bezwang im Finale Mayra Aguiar aus Brasilien. Schon in Jekaterinburg im März hatte Takayama einen Grand Prix gewonnen, einen zweiten Platz in Budapest im August heimste sie ebenfalls ein.

Der Deutsche Marc Odenthal kämpfte sich in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm ins Finale vor, sein Widersacher dort war Ivan Felipe Silva Morales. Der Kubaner schlug den Kölner per Ippon, seine Goldmedaille erhielt er aus den Händen von Antonio Castro, seines Zeichens Botschafter des Judo-Weltverbandes.

Laurin Böhler aus Österreich forderte im Finale der Männer bis 100 Kilo den Russen Niiaz Bilalow heraus. Der Kampf ging in die Verlängerung, hier erhielt Bilalow für einen Ko-Uchi-Gake den siegbringenden Ippon.

Die Kubanerin Idalys Ortiz ist bei den Damen über 78 Kilogramm eine Institution. Die Olympiasiegerin von London war auch in Mexiko nicht zu schlagen.

Für DEN Wurf des dritten Wettkampftages sorgte in Cancún der Österreicher Aaron Fara. Das 21-jährige Talent holte bei den Männern bis 100 Kilogramm Bronze - dank eines sehenswerten Uchi-Mata gegen den Brasilianer Leonardo Goncalves. Der Niederösterreicher wurde beim Grand Prix von Jekaterinburg im März 2017 Siebter, jetzt wurde es in Cancún Bronze: Aaron Fara ist auf dem Weg nach oben.