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Frankreichs "Schwarze Armee"

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Frankreichs "Schwarze Armee"

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Frankreich erinnert in diesen Tagen an die so genannte Schwarze Armee, die sich im Ersten Weltkrieg tapfer schlugen. Anders als die meisten Rekruten aus Frankreich, die ohne Erfahrung an die Front gingen, besaßen die afrikanischen Regimenter lange Erfahrung von ihren Kriegseinsätzen in den Kolonien. Es waren kampferprobte Soldaten, die aus Mauretanien, Marokko oder Madagaskar kamen - und in Frankreich als Exoten galten.

Jean-Pierre Riera, Geschichtsprofessor am Lycée Lyautey de Casablanca

"Was den Verlauf der Kämpfe angeht, muss man wissen, dass marokkanische Soldaten in allen großen Schlachten des Ersten Weltkriegs gekämpft haben."

Insgesamt kämpften im Ersten Weltkrieg rund 135.000 afrikanische Soldaten auf Seiten der Franzosen, 30.000 kamen ums Leben. Ihre Geschichten sind meist verloren.

Jean-Pierre Riera, Geschichtsprofessor am Lycée Lyautey de Casablanca

"Es mag Soldaten gegeben haben, die ihre Geschichten erzählt haben, wenn sie nach Hause zurückkamen. Aber diese mündliche Überlieferung ist leider verloren. Es gibt also keine Belege mehr dafür, anhand derer wir zum Beispiel in Frankreich ihre Geschichte im ersten Weltkrieg noch untersuchen könnten."

Ihre Taten sind nicht vergessen, die Soldaten der "Schwarzen Armee" schlugen sich tapfer: "Senegalesische Schützen" stoppten 1918 die deutsche Offensive "Friedenssturm" - und damit den Vormarsch auf Paris.