Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

USA wütend: Russland fliegt TU-160 nach Venezuela

USA wütend: Russland fliegt TU-160 nach Venezuela
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Russland hat zwei Überschallbomber nach Venezuela transportiert und damit den Unmut der USA auf sich gezogen.

**Zwei Tupolew in Venezuela stationiert

**

Die Tupolew-160 , die als größtes Kampfflugzeug der Welt gilt und mit Nuklearsprengköpfen bestückt werden kann, landete am Montag auf dem Flughafen Maiquetia unweit von Caracas.

Nach der Ankunft der Flugzeuge sagte der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino Lopez, dass man mit dem Schritt eine gemeinsame Verteidigungszusammenarbeit födern wolle.

Maduro zu Gesprächen in Moskau

In der vergangenen Woche war Venezuelas Präsident Nicolas Maduro zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau, einem der letzten Verbündeten und Kreditgeber des zunehmend isolierten Landes.

US-Außenminister zeigt sich empört

In einem Tweet ereiferte sich US-Außenminister Mike Pompeo über den Vorfall:

"Das russische und venezolanische Volk sollten es als das sehen, was es ist: Zwei korrupte Regierungen verpulvern öffentliche Gelder und würgen die Freiheit ab, während ihr Volk leidet."

Venezuela leidet seit Jahren unter einer schweren Wirtschaftskrise, der Ölpreis ist im Keller. Hunderttausende sind aufgrund von Nahrungsmittelknappheit und Medikamentenmangel in die Nachbarländer geflohen.

Kreml und Venezuela widersprechen

Der Kreml widersprach Pompeos Kritik, sie sei undiplomatisch und unangemessen.

"Was die Auffassung betrifft, dass wir Geld verschwenden, sind wir nicht einverstanden. Es ist nicht wirklich angemessen, dass ein Land, dessen Verteidigungsbudget ganz Afrika ernähren könnte, solche Aussagen macht", teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mit.

Auch aus Venezuela kam Kritik. Außenminister Jorge Arreaza sagte, dass Pompeos Kommentare nicht nur respektlos seien, sondern auch zynisch, wenn man sich anschaue, wie viele Militärstützpunkte die USA überall in der Welt unterhalte und der US-Präsident Venezuela öffentlich mit militärischer Invasion bedrohe.

Ob die Kampfflugzeuge Raketen dabei hatten und wie lange sie in Venezuela stationiert werden und wofür war zunächst unklar.