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Datenklau: Der Festgenommene handelte aus Ärger über seine Opfer, Seehofer äußert sich

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allysonmiller1969
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Im Fall des Datenklaus bei Prominenten in Deutschland äußerte sich bereits die Staatsanwaltschaft zum Stand der Ermittlungen. Ein 20-jähriger Mann aus Mittelhessen war am Dienstag festgenommen worden. Er hat nach Informationen der dpa ein vollumfängliches Geständnis abgelegt.

Doch auch auf politischer Ebene sorgte der Fall für viel Wirbel. Bundesinnenminister äußerte sich deshalb ebenfalls über die politischen Konsequenzen des Falles. Dies war seine Erklärung im Livestream:

Aktueller Stand der Ermittlungen: Der Verdächtige hat gestanden

Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft stellte sich am Dienstagmittag den Fragen der Presse und gab weitere Einzelheiten zu dem Fall bekannt. Nach ersten Erkenntnissen habe der junge Mann aus Ärger über öffentliche Äußerungen der Betroffenen gehandelt. Er habe "die Vorwürfe gestanden und Aufklärungshilfe geleistet", sagte Georg Ungefuk von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Der Verdächtige wurde am vergangenen Abend aus der Haft entlassen. Außerdem gab der junge Mann an, allein agiert zu haben – die Ermittler arbeiten aktuell daran, das zu bestätigen.

Über persönliche Details zu dem Verdächtigen, wollte sich die Generalstaatsanwaltschaft nicht äußern. Ungefuk bestätigte aber, dass der Verdächtige zur Schule geht, noch im Elternhaus wohnt und keine Ausbildung im Bereich IT absolviert habe.

Die Wohnung des Verdächtigen sei bereits am Sonntag durchsucht worden, genauso wie die Wohnung eines Zeugen in Heilbronn. Darüber hinaus wurden weitere Zeugen vernommen, deren Aussagen dabei halfen, den Tatverdächtigen zu identifizieren.

Im Dezember hatte ein bis dahin Unbekannter größere Mengen an Privatdaten und Unterhaltungen und Handynummern von Politikern und bekannten Persönlichkeiten in Deutschland ins Internet gestellt. Betroffen ist unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Affäre um die ausgespähten Daten beschäftigt auch die Politik. So hat Innenminister Horst Seehofer offenbar erst Wochen nach der Veröffentlichung der Daten von der Tat erfahren. Die Regierung will jetzt die Sicherheit von Computersystemen verbessern und dazu ein "Cyber-Abwehrzentrum plus" gründen.