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Regierungschefs bieten London Brexit-Verlängerung an

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Reuters/Gonzalo Fuentes
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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron haben London ihre Bereitschaft für eine Verschiebung des Brexits signalisiert.

Premierministerin Theresa May hatte am Vortag erstmals eingeräumt, dass Großbritannien die EU auch nach dem 29. März verlassen könnte.

"Unsere Sichtweise ist gleich. Die Rücktrittsvereinbarung kann nicht neu verhandelt werden. Wenn die Briten mehr Zeit brauchen, können wir jeden Antrag auf eine Erweiterung prüfen, wenn dies durch eine neue Entscheidung der Briten gerechtfertigt ist. Wir können jedoch keine Verlängerung ohne eine klare Perspektive auf das zu erreichende Ziel akzeptieren".

Angela Merkel hatte sich mit der britischen Premierministerin am Rande des Gipfels im ägyptischen Scharm el Scheich noch einmal besprochen.

"Das Austrittsabkommen ist in Kraft. Wenn das Vereinigte Königreich mehr Zeit braucht, werden wir dies nicht ablehnen. Natürlich suchen wir nach einer geordneten Lösung, einem koordinierten Austritt Großbritanniens aus der EU. Wir bedauern diesen Schritt, aber es ist Realität und wir müssen eine gute Lösung finden".

Auch Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez kommt der Regierung in London entgegen. Der Sozialdemokrat spricht sich gegebenenfalls für eine Fristverlängerung aus:

"Wir sind bereit, die Erklärung der spanischen Regierung zu ändern, wenn das Vereinigte Königreich seine selbst gezogenen Verhandlungsgrenzen, die es für den Austritt festgelegt hat, überarbeitet."

Sollte Theresa May im Parlament bis zum 12. März mit ihrem Abkommen scheitern, will die britische Premierministerin die Abgeordneten in London vor die Wahl zwischen einem ungeregelten Ausscheiden oder einer kurzen Verlängerung stellen.