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Finnland: Schwierige Regierungsbildung nach Parlamentswahl

Finnland: Schwierige Regierungsbildung nach Parlamentswahl
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Die Sozialdemokraten stehen nach ihrem Sieg bei der Parlamentswahl in Finnland vor einer schwierigen Regierungsbildung. Den vorläufigen Zahlen zufolge entfielen auf die Sozialdemokraten 17,7 Prozent der Stimmen – ein hauchdünner Sieg.

„Lassen Sie uns der finnischen Gesellschaft eine nachhaltige Klima-, Sozial- und Wirtschaftspolitik bescheren. Wir können die finnische Bevölkerung in eine bessere Zukunft führen - in eine gerechtere Zukunft", sagte der Parteivorsitzende Antti Rinne.

Tuulia Pitkänen, Mitglied der Sozialdemokraten und Generalsekretärin der europäischen Jungsozialisten, sagte, das Wahlergebnis bedeute, dass es in Finnland Solidarität und Gleichberechtigung gebe und dass Finnland die rassistische Welle bezwungen habe. Das sei das Wichtigste, so Pitkänen.

Rechtspartei Die Finnen und Nationale Sammlungspartei knapp geschlagen

Die Rechtspartei Die Finnen wurde mit 17,5 Prozent zweitstärkste Kraft, die konservative Nationale Sammlungspartei kam auf 17 Prozent.

Jussi Halla-aho, der Vorsitzende der Partei Die Finnen, dankte seinen Mitstreitern für die geleistete Arbeit. „Unsere Partei hat die Krise vor anderthalb Jahren überlebt. Wir müssen uns unseres Wahlkampfes nicht schämen. Wir hatten eine gute Kandidatenliste, ein gutes Programm und eine gute Arbeitseinstellung", sagte er.

„Das Ergebnis ist besser als erwartet. Wir wussten, dass es gut werden würde, aber das ist hervorragend", so eine Anhängerin der Partei Die Finnen.

Die liberale Zentrumspartei, die vor der Wahl die stärkste Kraft war und die Regierung anführte, erhielt nur 13,8 Prozent der Stimmen.

Die Sozialdemokraten kündigten an, zwecks Regierungsbildung eine Reihe an Fragen an die übrigen Parteien richten zu wollen, um unter anderem deren Wertevorstellungen abzuklopfen.