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Leonardo da Vinci: 500. Todestag versöhnt Frankreich und Italien

Leonardo da Vinci: 500. Todestag versöhnt Frankreich und Italien
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Vor 500 Jahren, am 2. Mai 1519, starb Leonardo da Vinci in der französischen Loire-Stadt Amboise. Genau hier will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seinen italienischen Amtskollegen Sergio Mattarella empfangen, um gemeinsam am 500. Todestag an das Universalgenie zu erinnern.

Eine Geste der Versöhnung, über das Jubiläum hatte es im Vorfeld Streit zwischen Frankreich und Italien gegeben.

"Es ist eine äußerst feierliche Geste, um zu beweisen, dass beide Länder die Erinnerung an diese wichtige Figur teilen, dass uns die gemeinsame Kultur verbindet. Und als solches ist es ein starkes Symbol, dass das von den beiden Präsidenten ausgeht", erklärt Jean-Louis Sureau, Direktor von Schloss Amboise.

Die Regierung unter Giuseppe Conte in Rom wollte nach Amtsantritt zunächst ein Abkommen der Vorgängerregierung über Leihgaben aus Italien nach Frankreich nicht unterstützen. Die diplomatische Verstimmung konnte Ende Februar bei einem Treffen beider Kulturminister ausgeräumt werden.

Die für die große Leonardo-Schau ab Oktober im Louvre vorgesehenen Stücke werden nun wohl doch nach Paris gelangen.

Leonardo da Vinci selbst kannte keine Grenzen. Weder in der Kunst noch im wahren Leben. Interessierte sich ebenso für Kriegsgeräte, Tauchanzüge oder Flugapparate. In Frankreich und Italien sind Ausstellungen zu seinem Todestag geplant.

Natürlich in der Renaissance-Hauptstadt Florenz, in Mailand oder in Rom. Dort läuft seit März eine große Schau, die die Vorreiterrolle da Vincis in der wissenschaftlich- technologischen Kultur unserer Zeit beleuchtet.