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Streit um Rezo und Anti-CDU-Video mit mehr als 5 Mio Klicks

Streit um Rezo und Anti-CDU-Video mit mehr als 5 Mio Klicks
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Screenshot YouTube Video Rezo - Ripper, Kirsten
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Muss sich die Politik in Zukunft darauf einstellen, dass sie öffentlich von jungen Menschen kritisiert werden? Nach der Fridays-for-Future-Bewegung und dem Protest von Schülerinnen und Schülern gegen die Prüfungsaufgaben für das Mathe-Abitur macht in Deutschland erneut ein junger Erwachsener mit einer deutlichen Botschaft von sich reden: Der You-Tubber "Rezo ja lol ey" fordert in einem Video die "Zerstörung der CDU" und hat damit durchschlagenden Erfolg: Der Beitrag wurde bisher mehr als fünf Millionen Mal aufgerufen. In dem knapp einstündigen Video wirft er der beliebtesten Volkspartei Deutschlands Lügen vor. Die Christdemokraten zerstörten "unser Leben und unsere Zukunft".

"Ich (57) bin begeistert! Bitte sei weiterhin so kritisch wach und der Stachel im faulen Fleisch der Etablierten. Zur Hölle mit den hochbezahlten Nieten im Bundestag!!", schreibt eine Userin.

"Gerade eine halbe Stunde mit meinen Großeltern über Politik diskutiert. Ich glaub ich hab mit deiner Hilfe gute Überzeugungsarbeit geleistet", so ein weiterer Kommentar.

Die CDU sah sich wegen der Beliebtheit des Videos gezwungen zu reagieren. Zunächst wollte die Partei ein Video veröffentlichen. Dann überlegte sie es sich anders. "Die besten Lösungen und Gespräche findet man, wenn man sich miteinander an einen Tisch setzt", erklärte der jüngste Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor (26). "Der beste Weg sei, das persönliche Gespräch zu suchen. Er betonte: "Widerspruch gehört auch dazu."

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (33) wandte sich auf Twitter an "Rezo":

CDU: "Währung von YouTubern sind Klickraten. Währung einer Volkspartei ist Vertrauen"

Die CDU veröffentlichte zudem eine offenen Antwort an ihren Kritiker. Titel: "Wie wir die Sache sehen." Darin schreibt die Partei unter anderem: "´Die Währung von YouTubern sind Klickraten. Die Währung einer Volkspartei wie der CDU ist Vertrauen." Sie nimmt darin Bezug auf Kritikpunkte wie Einkommenunsgleichheit, Armut und Klimawandel.

Kramp-Karrenbauer blamiert sich auf Twitter

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat in der ARD versucht, das Rezo-Video zu kritisieren. Allerdings kam ihr Vergleich mit den "sieben Plagen in Ägypten" nicht wirklich gut an.

Auf Twitter gibt es viel Zuspruch für Rezo und Kritik an der mangelnden Digitalkompetenz vieler traditioneller Politiker.

Aber es gibt auch Kritik an "Rezo":

Hier ist das 55 Minuten lange Anti-CDU-Video, das inzwischen auch international Schlagzeilen macht.

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