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Tritt Nordmazedonien der EU bei?

Tritt Nordmazedonien der EU bei?
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Die EU-Kommission hat den EU-Staaten empfohlen, mit Albanien und Nordmazedonien Beitrittsverhandlungen aufzunehmen.

Diese Empfehlung muss noch von den Staats- und Regierungschefs im Juni einstimmig gebilligt werden.

Einige EU-Mitgliedstaaten wie Frankreich, die Niederlande und Dänemark scheinen wenig oder gar keinen Appetit auf eine erneute EU-Erweiterung zu haben, aus Angst vor einheimischer Euroskepsis.

Das findet Nikola Dimitrov, der Außenminister von Nordmazedonien, das seit 2005 Kandidatenland ist, gar nicht gut.

"In diesem Jahr 'Nein' zu Nordmazedonien zu sagen, würde die Glaubwürdigkeit der Europäischen Union in der Region wesentlich untergraben. Sowohl auf EU-Seite als auch auf unserer Seite steht viel auf dem Spiel. Für die Region gibt es nur zwei konkurrierende Visionen: Die europäische Vision ist, dass alle bessere Demokratien werden, rechtsstaatlich regiert, zusammenarbeiten, Handel treiben. Die gegenläufige Vision ist die Konzentration auf Grenzen, besonders auf ethnische Grenzen. Was in den 90er Jahren mit dieser Vision passiert ist, hat man gesehen. Ich meine, es steht viel auf dem Spiel", sagte Dimitrov.

Das Land hat im vergangenen Jahr einen fast drei Jahrzehnte dauernden Namensstreit mit Griechenland beendet, seinen Namen und seine Verfassung geändert, trotz starker Widerstände.

Das war lange das Haupthindernis auf dem Weg nach Europa und zur NATO.

"Wir haben es geschafft, größer zu werden, ohne Gebiete dazuzugewinnen. Über ein Land sagt das viel aus, wenn man sieht, wie es mit seinen Nachbarn umgeht. Also war großartige Führungsqualität gefragt, wir überlegten, wo wir in zehn Jahren gerne wären und nicht, wie wir bei den nächsten Wahlen mehr Punkte holen", sagte Dimitrov.