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Donauunglück: Kapitän bleibt in Haft - Suche wird ausgeweitet

Donauunglück: Kapitän bleibt in Haft - Suche wird ausgeweitet
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REUTERS/Bernadett Szabo
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Drei Tage nach dem tödlichen Bootsunglück auf der Donau in Budapest wollen die Rettungskräfte ihre Suche nach den mehrheitlich südkoreanischen Vermissten ausdehnen. Da es sich bei den meisten Opfern um südkoreanische TouristInnen handelte, unterstützen SpezialistInnen von Marine und nationaler Feuerwehr aus Südkorea die Rettungsaktionen der ungarischen Behörden.

Die solle bis zu 50 Kilometer flussabwärts fortgesetzt werden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Regierungsbeamte. Ungarns Behörden arbeiten auch mit Serbien zusammen, weil nicht ausgeschlossen werde, dass Leichen bis in das Nachbarland treiben könnten.

Unterdessen konzentrieren sich die Ermittlungen zur Unglücksursache auf den Kapitän des beteiligten Kreuzfahrtschiffes. Der 64-Jährige wurde am Donnerstag in Gewahrsam genommen. Ein Gericht verurteilte ihn jetzt zu einer Haftstrafe von einer Dauer von zunächst einem Monat. Sein Mandant habe keinen Navigationsfehler gemacht und sich als Zeuge kooperativ gezeigt, so der Anwalt des Kapitäns, Gabor Elo. Seiner Ansicht nach sei bisher zu wenig über den Zusammenstoß bekannt, um sagen zu können, wer welche Fehler gemacht habe.

Vor der südkoreanischen Botschaft in Budapest versammelten sich Trauernde. Alle 33 Passagiere an Bord stammten aus dem asiatischen Land. Die Rettungskräfte bargen sieben Tote und sieben Verletzte, 19 Passagiere und zwei ungarische Besatzungsmitglieder werden weiterhin vermisst. Die Wahrscheinlichkeit, sie lebend zu finden, ist gering.

Zu dem Unglück war es am Mittwochabend gekommen, als das kleine Ausflugsschiff "Hableany" ("Nixe") mit dem wesentlich größeren Flusskreuzfahrtschiff "Viking Sigyn" zusammenstieß.