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Ein Jahr Datenschutz-Grundverordnung

Ein Jahr Datenschutz-Grundverordnung
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Seit Mai 2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung in der EU in Kraft.

Die neuen Regeln haben den Umgang von persönlichen Daten durch Unternehmen und Organisationen neu geprägt.

Die Bürger haben das Recht auf das Löschen ihrer Daten. Auch können sie ihre Daten bei einem Anbieterwechsel mitnehmen, der sogenannte Datenrucksack.

Sich dem anzupassen, sei für viele Unternehmen eine Herausforderung gewesen, meint Caroline Louveaux von Mastercard.

Schon herauszufinden, welche Daten vorhanden und wo diese gespeichert waren, sei ein ziemliches Unterfangen gewesen.

Aber am Ende hätten sich auch zahlreiche neue Geschäftsmöglichkeiten ergeben.

Die neuen Regeln bedeuten auch eine schärfere Kontrolle durch nationale Datenschutzbehörden.

Es gab deutlich mehr Warnungen, aber nur wenige Unternehmen mussten mit Bußgeldern bestraft werden.

Die größten wurden in Deutschland und Polen verhängt, doch nur Frankreich belegte Google mit einer 50-Millionen-Euro-Strafe für seine aggressive Politik zur Online-Werbung.

Bisweilen ist die Durchsetzung der neuen Reglen schwierig, vor allem dann, wenn Grenzüberschreitungen vorliegen.

EU-Justizkommissarin Eva Jourova sieht die Regierungen am Drücker: Ein Unternehmen wie Facebook könne denselben Schaden gegenüber Nutzern in verschiedenen Mitgliedstaaten anrichten, und diese Staaten würden unterschiedlich reagieren.

Dies dürfe nicht geschehen, deshalb müsse die neue Direktive mehr Fairness nach Europa bringen.

Die häufigsten Klagen: ärgerliche Werbeanrufe, unerwünschte Unternehmens-Emails und Überwachungskameras.

Die Bürger kennen zumeist ihre Rechte, dennoch gibt es bisweilen Konfusion.

Man brauche mehr Informationen über mögliche Risiken, denn selbst diejenigen, die sich wirklich auskennten, wüssten nicht völlig, wem sie ausgesetzt seien, heisst es.

Die Europäische Kommission hat deswegen eine Aufklärungskampagne gestartet, die den Bürgern beim Verständnis des Datenschutzes helfen soll.