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Weltweiter Drogenkonsum steigt: 271 Mio. konsumierten Rauschmittel

Weltweiter Drogenkonsum steigt: 271 Mio. konsumierten Rauschmittel
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REUTERS/Samrang Pring
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Einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge hat die Zahl der Konsumenten von illegalen Drogen wie Kokain, Opium, Cannabis und synthetischen Substanzen weltweit zugenommen. 271 Millionen Menschen weltweit nahmen 2017 Drogen, fast 600.000 starben an den Folgen des Konsums, davon allein 70.000 in den USA und Kanada. Dort spricht bereits man von einer Drogenkrise epidemischen Ausmaßes.

Kokainproduktion erreicht Höchststand

Die Kokainproduktion erreichte 2017 einen neuen Höchststand - rund 2000 Tonnen wurden illegal hergestellt, ein Anstieg um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wichtigstes Land für die Produktion bleibt Kolumbien.

Konsum von Opiaten und synthetischen Substanzen in Afrika und Indien besorgniserregend

Dramatisch sei die Situation auch in Nigeria und Indien. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Konsum von Opioiden und synthetischen Substanzen mehr als verdoppelt. Auch das synthetisch hergestellte Opioid Tramadol, ein Schmerzmittel, werde in Teilen Afrikas für nicht medizinische Zwecke genutzt. So nehmen in Nigeria rund vier Millionen Menschen Tramadol aus Suchtgründen.

Vergleicht man die Zahlen von 2017 mit 2009, so gibt es weltweit einen Anstieg der Drogennutzer um 30 Prozent. Die meisten Menschen greifen zumindest gelegentlich zu Marihuana - 188 Millionen sind es weltweit.

Zahl der behandlungsbedürftigen Abhängigen wächst

Teodora Groschkowa, ist Analystin bei der Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht, sie sagt:

"Der Anbau von Cannabis in Europa hat sich sehr verändert. Das Ergebnis sind wesentlich stärkere Produkte, die potenziell größere Risiken der Abhängigkeit und psychische Probleme verursachen. Cannabis ist Europas am weitesten verbreitete, verbotene Droge und rund 1 Prozent der Erwachsenen greifen täglich darauf zurück, das sind schon viele."

Auch die Zahl der Süchtigen, die eine medizinische Behandlung brauchen, ist deutlich von rund 30 auf 35 Millionen gestiegen. Behandelt wird, statistisch gesehen, aber nur einer von sieben Drogenabhängigen.

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