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Warum besucht der chinesische Präsident Serbien und Ungarn?

Arbeiter kleben eine chinesische Nationalflagge auf eine Plakatwand in Belgrad, Serbien, Dienstag, 7. Mai 2024.
Arbeiter kleben eine chinesische Nationalflagge auf eine Plakatwand in Belgrad, Serbien, Dienstag, 7. Mai 2024. Copyright Darko Vojinovic/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
Copyright Darko Vojinovic/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
Von Euronews mit AP
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Nachdem er in Frankreich war, wird der chinesische Präsident Xi Jinping nach Serbien reisen.

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In Belgrad, der Hauptstadt Serbiens, wurden die Flaggen Chinas und Serbiens gehisst, um den chinesischen Präsidenten Xi Jinping willkommen zu heißen. Sein Besuch fällt auf den 25. Jahrestag der Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad durch die amerikanische Luftwaffe während einer NATO-Operation im Kosovo im Jahr 1999. NATO-Vertreter erklärten damals, dass die Botschaft versehentlich getroffen worden sei.

China hat in den letzten Jahren beträchtlich in Serbien investiert, mit Besitz von Bergwerken und Fabriken sowie der Finanzierung des Baus einer Eisenbahnlinie zwischen Belgrad und Budapest. Es wird erwartet, dass die derzeit von russischen Zügen bedienten Strecken bald von chinesischen Lokomotiven befahren werden. Diese Investitionen haben jedoch ihren Preis, da China beschuldigt wird, die Umwelt in Serbien zu zerstören und zu verschmutzen.

Der Wirtschaftsanalyst Mijat Lakicevic von Novi Magazin, einem serbischen Wirtschaftsmagazin, betont, dass in Ländern wie Serbien oft die Wirtschaft im Vordergrund steht, während Umweltschutzthemen in den Hintergrund gedrängt werden.

Es gibt auch Kontroversen um chinesische Unternehmen in Serbien, wie Berichte über die Ausbeutung vietnamesischer und indischer Arbeiter in einer chinesischen Reifenfabrik sowie Vorwürfe des Menschenhandels.

Drittes und letztes Ziel auf Xis Reise ist Ungarn

Nach seinem Besuch in Serbien wird Xi Jinping nach Ungarn reisen, das ebenfalls als freundlich gegenüber China und Russland gilt. Ungarn war das erste EU-Mitglied, das sich der Neuen Seidenstraße angeschlossen hat, was es zu einem wichtigen Tor für Peking nach Europa macht. China investiert dort stark in Fabriken für Elektrofahrzeuge.

Angesichts des zunehmenden Protektionismus in Europa ist es für China von großer Bedeutung, einen Teil seiner Produktionsanlagen von China nach Europa zu verlagern, um innerhalb der Europäischen Union weiter produzieren zu können, erklärt Tamas Matura, Analyst und Gründer des Zentrums für Asienstudien in Mittel- und Osteuropa.

Die Europäische Kommission hat Untersuchungen zu chinesischen Subventionen für Elektrofahrzeuge und Solaranlagen eingeleitet, die den Wettbewerb verzerren sollen, was zeigt, dass Brüssel Maßnahmen zum Schutz der eigenen Wirtschaft unterstützt.

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