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Eilmeldung

Nach Mord an 15-Jähriger: Vorwürfe gegen Rumäniens Polizei

Trauer um die die 15-jährige Alexandra. Sie verschwand, als sie versuchte, per Anhalter in ihren Heimatort in Südrumänien zu gelangen.
Trauer um die die 15-jährige Alexandra. Sie verschwand, als sie versuchte, per Anhalter in ihren Heimatort in Südrumänien zu gelangen.
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Die Ermordung einer 15-Jährigen hat in Rumänien für Entsetzen und massive Kritik an den Behörden gesorgt. Sie sollen zu langsam auf einen Notruf der Jugendlichen reagiert haben. Demonstranten warfen der Polizei daher Inkompetenz vor.

Veda Popovici hat die Demonstration in Bukarest mitorganisiert. Sie geht in diesem Fall von Polizeiversagen aus: "Staatliche Institutionen tun nichts – Tag für Tag. In akuten Situationen wie dieser sind sie nicht in der Lage, sich in irgendeiner Form solidarisch zu zeigen und die angegriffenen oder gefährdeten Personen zu schützen."

Auch Ministerpräsidentin Viorica Dancila und Staatspräsident Klaus Iohannis und Viorica warfen den Ermittlungsbehörden Versagen vor. "Den staatlichen Institutionen ist es in diesem Fall nicht gelungen, ihre Arbeit zu machen, nämlich das Grundrecht auf Leben zu schützen", so Iohannis.

Ein festgenommener Tatverdächtiger hat nach Angaben seines Anwalts gestanden, die 15-Jährige sowie eine 18-Jährige getötet zu haben. Der Mann hatte beide Frauen zu unterschiedlichen Zeitpunkten offenbar mit dem Auto mitgenommen, als sie per Anhalter unterwegs waren. Dann wollte er Sex mit ihnen. Weil sie dies ablehnten, soll er sie umgebracht haben.

Der 15-Jährigen war es noch gelungen, mit einem Mobiltelefon die Polizei anzurufen. Sie erklärte, dass sie in einem Haus in der südrumänischen Stadt Caracal gefangengehalten werde. Dennoch wurde sie von der Polizei nicht gerettet. Noch vor diesen Notrufen hatte eine Nachbarin des Verdächtigen nach eigenen Angaben aus dem Haus Schreie gehört und dies der Polizei gemeldet, die darauf nicht reagiert habe.