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Erdogan zu Lage in Syrien: Türkei am Ende der Geduld

Erdogan zu Lage in Syrien: Türkei am Ende der Geduld
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Während der Verhandlungen über eine von Kurdenmilizen befreite Pufferzone in Nordsyrien hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erneut mit einer Militäroffensive gedroht. Erst am Sonntag hatte Erdogan angekündigt, die Türkei werde östlich des Flusses Euphrat einmarschieren. Man habe Russland und die USA über den Plan informiert. Die Geduld der Türkei gehe zu Ende. Erdogan sprach am Dienstag in Ankara:

"Es ist die absolute Priorität unseres Landes, den Terrorsumpf im Norden Syriens trockenzulegen. Die Türkei kann sich nicht sicher fühlen, so lange die Strukturen, die südlich von uns liegen und wie ein Krebsgeschwür wachsen, nicht zerstört sind."

Die Türkei ist schon zwei Mal auf syrisches Gebiet vorgerückt, beide Male westlich des Euphrat, in 2016 und 2018.

US-Verteidigungsminister Mark Esper sagte am Dienstag, jegliche militärische Operation der Türkei im Norden Syriens sei nicht akzeptabel. "Wir wollen Alleingänge verhindern, die mit Blick auf Nordsyrien für Irritationen auf Seiten der USA, der Türkei oder der Demokratischen Kräfte Syriens sorgen könnten", so Esper.

Das Militärbündnis Demokratische Kräfte Syriens umfasst auch die kurdischen Volksverteidigungseinheiten, die YPG. Diese wird von Ankara als Terrororganisation angesehen. Für die USA ist die YPG ein wichtiger Partner im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien.