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Polizei: Norwegen wird wahrscheinlich bald Ziel von rechtsgerichteten Terroranschlägen

Polizei: Norwegen wird wahrscheinlich bald Ziel von rechtsgerichteten Terroranschlägen
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NTB Scanpix/Orn E. Borgen via REUTERS
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Die Polizei in Norwegen geht davon aus, dass das Land im kommenden Jahr Opfer von rechtsgerichteten Terroranschlägen werden könnte. Die Polizei warnte, Norwegen solle sich darauf vorbereiten, dass die im eigenen Land lebenden Rechtsextremen Terroranschläge verüben.

Der Sicherheitsdienst der Polizei (PST) hat in einer Erklärung darauf hingewiesen, dass der Anschlag vom 15. März auf zwei Moscheen in Christchurch, Neuseeland, im kommenden Jahr voraussichtlich mehrere andere Rechtsextreme im Westen inspirieren wird.

51 Menschen wurden getötet und weitere 49 verletzt, als der 28-jährige Australier das Feuer auf die Al-Noor-Moschee und später auf das Linwood Islamic Centre eröffnete. Vor seinen Angriffen, die über Social Media live übertragen wurden, hatte der 28-jährige Australier ein Manifest auf 8chan veröffentlicht.

Seitdem wurden mindestens vier terroristische Akte aufgezeichnet, für die die Täter von dem Australier inspiriert wurden, sagte PST - darunter einer in Norwegen.

Bei dem Schussangriff vom 10. August auf das Al-Noor Islamische Zentrum in Baerum, etwa 20 Kilometer westlich von Oslo, wurde eine Person verletzt. Die Stiefschwester des Schützen wurde später tot aufgefunden. Die Polizei vermutete Mord.

"Mehrere norwegische Rechtsextreme im Jahr 2019 haben sich für die Täter der Terroranschläge in Neuseeland und den Vereinigten Staaten ausgesprochen. PST hat auch einige unterstützende Erklärungen an den Täter hinter dem Moscheeangriff in Baerum am 10. August registriert", sagte der PST.

"Die Erklärungen zeigen, dass der Terrorismus als Methode bei mehreren norwegischen Rechtsextremen Unterstützung findet."

"Wir halten es nun für möglich, dass norwegische Rechtsextreme im kommenden Jahr versuchen werden, Terroranschläge zu verüben", fügte der Dienst hinzu.

Nach Angaben der Behörden sind nicht-westliche Einwanderer, Muslime, Juden und LGBT-Gruppen besonders gefährdet. Politiker sind auch potenzielle Ziele, da Rechtsextreme ihnen "die Schuld an der Erleichterung der Einwanderung und der angeblichen negativen Entwicklung der Gesellschaft" geben, erklärte der PST.

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