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Bakterium bedroht Europas Olivenbäume

Bakterium bedroht Europas Olivenbäume
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Ein Bakterium rafft Europas Olivenbäume dahin: Xylella fastidiosa lässt die Bäume vertrocknen. Nun sind erstmals auch in Südfrankreich zwei befallene Bäume entdeckt worden- und werden deswegen gefällt.

Die 200-250 Jahre alten Bäume, ihre Äste und Blätter werden verbrannt, um eine Ausbreitung des Bakteriums zu verhindern.

Franck Roturier von der Grüunflächenverwaltung des südfranzösischen Städtchens Menton: "Man fällt jahrhundertealte Bäume nicht gerne, es ist wirklich schmerzhaft, aber wir müssen das tun, um den Rest unseres Erbes zu bewahren."

Das Bakterium setzt sich in den Wasserleitungsbahnen der Bäume fest, vermehrt sich dort und verstopft sie, die Pflanze verdurstet.

"Dieses Bakterium wird hauptsächlich von einem Insekt namens Zwergzikade übertragen. Es ist ein kleines Insekt, das sich vom Saft der Bäume ernährt", so Roturier weiter.

Ein wirksames Gegenmittel gegen den Keim gibt es nicht. Deswegen ist er in Europa seit seinem ersten Auftauchen 2013 im italienischen Gallipoli in Apulien unaufhaltsam auf dem Vormarsch.

Und gerade die italienischen Olivenbauern haben allen Grund zur Sorge: im vergangenen Jahr hat sich das Bakterium dort rasch ausgebreitet, Millionen Bäume sind infiziert, ganze Plantagen mussten vernichtet werden. Die Folge: ein Einbruch in der Olivenölförderung des Landes: -60% im Jahr 2018.