Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Kinofilm "Zana" aus dem Kosovo für die Oscars eingereicht

Kinofilm "Zana" aus dem Kosovo für die Oscars eingereicht
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Der Kosovo hat das Kinodebüt "Zana" der Regisseurin Antoneta Kastrati für die Kategorie des besten fremdsprachigen Films bei den Oscars eingereicht.

Der Film erzählt die Geschichte einer albanischen Frau, die mit ihrem Mann und ihrer Schwiegermutter in einem Dorf lebt. Während des Bürgerkriegs im ehemaligen Jugoslawien verlor Lume sie ihr einziges Kind, wird von nächtlichen Alpträumen geplagt und kann nicht mehr schwanger werden.

Der Film hatte auf dem Festival in Toronto Weltpremiere und wurde von internationalen Filmkritikern gelobt. "Zana" ist die sechste Einreichung des Kosovo bei den Oscars seit 2014. Das Land muss jetzt nur noch auf eine Nominierung warten. Die 92. Academy Awards finden am 9. Februar statt.

Antoneta Kastrati: "Der Film ist von einer wahren Geschichte inspiriert. Er basiert zwar nicht darauf, er ist fiktiv, aber er entstammt meinen Erfahrungen während des Krieges. Ich war ein Teenager und habe meine Mutter und meine Schwester verloren, sie wurden getötet. Ich wollte mich mit den langfristigen Auswirkungen von Krieg und meiner persönlichen Erfahrung im Umgang mit Nachkriegs-Traumata und Alpträumen beschäftigen."

Mit ihrem verzweifelten Kinderwunsch wenden sie und ihre Familie sich von der modernen Medizin ab und suchen Hilfe bei einem traditionellen Heiler, wo Lume aufwendige Rituale und Exorzismen durchläuft.

Antoneta Kastrati: "Viele Menschen glauben immer noch an schwarze Magie, sie nutzen immer noch alternative Heilmethoden. So werden viele Frauen und junge Bräute zu diesen magischen Heilern geschickt. Das ist der andere Aspekt meines Films, den ich gerne untersuchen wollte."

Adriana Matoshi spielte Lume: "Es war kein einfacher Dreh, ich fühlte alles zu 100 Prozent und nach den meisten Szenen hatte ich Kopfschmerzen, weil ich mein Maximum geben musste."