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Sprach-Babel Brüssel - zu viel Englisch?

Sprach-Babel Brüssel - zu viel Englisch?
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Reuters
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Auf den Straßen Brüssels hört man viele Sprachen. In den EU-Institutionen sind alle 24 Sprachen EU-Amtssprachen. Doch viele Franzosen sehen ihre Sprache beiseite geschoben.

Es gebe eine anglophone Einseitigkeit, klagt der Journalist Jean Quatremer. Wer hier kein Englisch spreche, nicht mal in seiner simpelsten Form, der existiere praktisch nicht.

513 Millionen Menschen leben in der EU. 18 Prozent haben deutsch als Muttersprache. Für 13 Prozent ist es englisch, für zwölf französisch.

Wärend Englisch, Deutsch und Französisch als Zweitsprache dominieren, gibt es mehr italienische Muttersprachler als französische.

Die EU-Kommission will jeden Bürger und jede Bürgerin durch Sprachen miteinander verbinden.

Ein Viertel der Mitarbeiter in Brüssel seien Übersetzer, weil die Bürger die Gelegenheit haben sollten, mit den europäischen Institutionen in ihrer Sprache zu kommunizieren, so EU-Kommissar Johannes Hahn.

Obwohl deutsch die meisten Muttersprachler hat, ist die Sprache Thomas Manns für die Sprecher der EU-Kommission nicht Einstellungsbedingung.

Daran seien die deutschen Muttersprachler selbst schuld, meint Heide Newsom, die Korrespondentin des Grenz-Echos aus Eupen.

Die Deutschen seien stolz, Fremdsprachen zu sprechen, das Deutsche werde damit international vernachlässigt.

Sitzungen des Europäischen Parlaments können in den 24 EU-Amtssprachen verfolgt werden.

Und viele Sitzungen und Pressekonferenzen haben Simultan-Übersetzungen.

Die Vernachlässigung des Englischen könnte sich nach dem Brexit fortsetzen.