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Blutiger Donnerstag im Irak: Dutzende Todesopfer und über 200 Verletzte

Die irakische Regierung gerät immer stärker unter Druck - und das bekommen die Demonstranten in Bagdad zu spüren. Beim Versuch, sich Zugang zu der Al-Ahrar Brücke zu verschaffen, die in die Grüne Zone Bagdads inklusive des Regierungsviertels führt, wurden Demonstranten offenbar von Sicherheitskräften mit scharfer Munition beschossen. Letztere wurden zuvor durch Steinwürfe gewalttätiger Demonstranten provoziert. Vier Demonstranten wurden nach Angaben von Medien getötet.

Noch blutiger fiel die Bilanz gewalttätiger Zwischenfälle im Südirak aus. Bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in der Stadt Nasirija wurden laut der lokalen Gesundheitsbehörde mindestens zwei Dutzend Menschen getötet. 224 Menschen seien verletzt worden, nachdem Ordnungskräfte eine blockierte Brücke freiräumten. Die vom Parlament eingesetzte Menschenrechtskommission verzeichnete nach eigenen Angaben 13 Todesopfer bei dem Gewaltausbruch. Über Nasirija wurde eine Ausgangsperre verhängt.

Die Proteste im Irak waren am 1. Oktober ausgebrochen. Sie richten sich gegen die politische Elite und die Korruption im Land. Die Demonstranten verlangen den Rücktritt der Regierung und die Einführung eines neuen politischen Systems.

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