Eilmeldung
This content is not available in your region

Massenproteste in Paris: Zehntausende gegen Rentenreform

euronews_icons_loading
Massenproteste in Paris: Zehntausende gegen Rentenreform
Copyright  Euronews
Schriftgrösse Aa Aa

In Paris ist es am Donnerstagabend zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Bei den Protesten gegen die Rentenreform wurden Polizeiangaben zufolge rund 20 Menschen festgenommen.

Es ist der vierte Massenprotest seit Beginn der Ausstände Anfang Dezember. Mehrere Zehntausend Menschen zogen durch die Hauptstadt. Zugführer, Anwälte, Lehrer, Postmitarbeiter - sie alle legten erneut ihre Arbeit nieder.

Hunderttausende in ganz Frankreich auf den Straßen

In ganz Frankreich waren es Hunderttausende, die mit den Reformen von Präsident Emmanuel Macron nicht einverstanden sind.

Ein Demonstrant sagt: "Die Menschen, egal, ob sie im privaten oder öffentlichen Raum arbeiten, sind alle hier, um die Regierung von diesem unfairen Projekt wieder abzubringen, das die Rechte der Arbeiter einschränken will."

Der Rekordstreik bei der französischen Staatsbahn SNCF hält nun schon seit über einem Monat an. Die Gewerkschaften hatten bereits im Dezember zu dem neuerlichen Massenprotest aufgerufen.

"35 Tage Streik und keine Antwort"

Die Lage sei ernst, konstatiert Éric Drouet, einer der Gelbwesten-Anführer, 35 Tage Streik und man habe immer noch keine Antwort von der Regierung.

"Wir wollen ein besseres Leben haben. Wir reden viel über die Rente, aber das ist noch Zukunft", sagt Gelbwesten-Anführer Jérôme Rodrigues. "Vor über einem Jahr sind wir auf die Straße gegangen - nicht, weil wir Angst vor dem Ende der Welt haben, sondern vor dem Monatsende. Und jetzt sind die Dinge immer noch gleich, vielleicht sogar schlimmer. Lasst uns lieber für den Moment kämpfen, damit jeder seiner Arbeit entsprechend bezahlt wird."

Neue Verhandlungen angesetzt

In Frankreich demonstrieren und streiken erneut viele Menschen. Das dürfte den Druck auf die Verhandlungen erhöhen. Die Hoffnung ist groß, dass die Gesprächsrunden, die voraussichtlich am Freitag fortgesetzt werden, nicht schon wieder in einer Sackgasse landen.

Die Menschen wollen ein Ende der Krise, die Frankreich und die Franzosen bereits Millionen gekostet hat.

Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.