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Niederlande entschuldigen sich für Handeln im Holocaust

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Niederländischer Regierungschef Mark Rutte bei seiner Rede in Amsterdam
Niederländischer Regierungschef Mark Rutte bei seiner Rede in Amsterdam   -  
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"Müssen Erinnerung aufrechterhalten"

Einen Tag vor den Gedenkfeiern zum 75. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung hat sich der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte dafür entschuldigt, dass die Niederlande im Zweiten Weltkrieg zu wenig für den Schutz der jüdischen Bürger unternommen haben.

Er tat dies bei der nationalen Holocaust-Gendenkveranstaltung in Amsterdam. Rutte sagte: "Ich entschuldige mich im Wissen, dass es keine Worte gibt, um etwas derart Großes und Grauenhaftes wie den Holocaust zu beschreiben.

Es liegt an uns, der Nachkriegsgeneration, die Erinnerung aufrechtzuerhalten und die Toten mit ihren vollen Namen zu ehren, stets aufs Neue Rechenschaft abzulegen und hier und jetzt entschlossen zusammenzustehen."

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Junge bei Gedenkveranstaltung in AmsterdamCopyright 2020 The Associated Press. All rights reservedPeter Dejong

Mehr als 100.000 Juden ermordet - mit niederländischer Hilfe

Von den 140.000 Juden, die zu Beginn des Zweiten Welkriegs in den Niederlanden lebten, wurden mehr als 100.000 im Holocaust ermordet.

Die Beamten in den 1940 von Deutschland besetzten Niederlanden hätten die Befehle der deutschen Besatzer sehr bereitwillig ausgeführt, so Rutte.

Erste Entschuldigung der Regierung

Bisher hatte sich noch nie eine niederländische Regierung für das Handeln der damaligen Staatsvertreter entschuldigt.

Der Rechtspopulist Geert Wilders hatte das bereits 2012 angeregt und darauf hingewiesen, dass die Exilregierung die Verfolgung der Juden ignoriert hatte.

Im Jahre 2000 hatte sich die Regierung aber für den "kalten Empfang" jüdischer Überlebender entschuldigt, die nach dem Krieg aus den Konzentrationslagern in die Niederlande zurückgekehrt waren.

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