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US-Vorwahl in Iowa: Chaos bei Auszählung der Stimmen

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US-Vorwahl in Iowa: Chaos bei Auszählung der Stimmen
Copyright  AP Photo/Charlie Neibergall   -   Charlie Neibergall
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Nach dem Beginn der Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl in den USA im Bundesstaat Iowa gibt es bei den Demokraten Pannen bei der Auszählung der Stimmen. Mehrere Kandidaten zeigten sich zuversichtlich, gewonnen zu haben - darunter Pete Buttigieg, ein ehemaliger Bürgermeister aus Indiana. Auch Senator Bernie Sanders sieht sich als Sieger der Vorwahl. Sein Wahlkampfteam begründete dies mit internen Zählungen.

Joe Bidens Lager hielt sich bisher mit Ergebnisverkündungen zurück. Der ehemalige Vizepräsident wurde neben Sanders in Iowa als Favorit gehandelt.

Senatorin Elizabeth Warren, einzig chancenreiche Frau im Rennen, lag in den Umfragen zuletzt mit leichtem Abstand hinter Buttigieg an vierter Stelle.

Kritik am Caucus-System

Die Demokraten begründeten die Verspätung bei den aktuellen Ergebnissen mit Qualitätskontrollen. Die Pannen lassen Kritik am Caucus-System aufflammen, das in nur wenigen Staaten praktiziert wird, darunter Iowa, ein Staat, der bei den Vorwahlen sehr wichtig, dessen Bevölkerung aber wenig repräsentativ für das gesamte Land ist.

Beim Caucus müssen sich WählerInnen in UnterstützerInnengruppen zusammenfinden, in mehreren Etappen werden Delegierte bestimmt. Um die Transparenz zu erhöhen, wollen die Demokraten bei dieser Vorwahl erstmals neben der Zahl der Delegierten auch die der ursprünglichen UnterstützerInnen für eineN KandidatIn bekanntgeben - nach Unstimmigkeiten und einem knappen Rennen zwischen Bernie Sanders und Hillary Clinton 2016 hatte Sanders' Lager darauf gedrängt.