In Aleppo im Norden Syriens haben sich die Kämpfe verschärft. Zehntausende Bewohner flüchteten aus umkämpften Vierteln mit kurdischer Mehrheit. Vorausgegangen waren Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften. Die Straßen von Ashrafieh und Sheikh Maqsoud, einst voller Familien, sind weitgehend verwaist. Zuvor hatten die Provinzbehörden zur Evakuierung aufgefordert.
In Moscheen und Notunterkünften in der ganzen Stadt suchen vertriebene Familien vorübergehend Schutz. Viele sagen, sie seien nach mehr als einem Jahrzehnt Krieg erschöpft.
Die Gewalt hält an. Zugleich kommen die Gespräche zwischen Damaskus und den SDF nicht voran. Ein im März unterzeichneter Plan, die kurdischen Einheiten bis 2025 in die Nationalarmee zu integrieren, macht kaum Fortschritte. Das schürt die Angst vor anhaltender Instabilität.