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Zypernkonflikt: „Öl für den Frieden“

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Zypernkonflikt: „Öl für den Frieden“
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Sie umschreiben ihr Projekt nicht umsonst mit den Worten „Öl für den Frieden“. Zwei Männer auf Zypern stellen Olivenöl her - das besondere an den Geschäftspartnern: Der eine stammt aus dem türkischsprachigen Norden der Insel, der andere aus dem griechischsprachigen Süden.

Man versuche den Friedensprozess auf Zypern mithilfe eines gemeinsamen Zieles voranzubringen, sagt einer der Macher, Alexandros Philippides. Denn Olivenöl sei etwas, was beide Völker verbinde.

Offiziell besteht der Betrieb aus zwei Unternehmen: Eines ist in der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern gemeldet, das andere in der Republik Zypern, die zur Europäischen Union gehört. Die beiden Inhaber haben sich während ihres Studiums in London kennengelernt.

„Unser Wirtschaftsplan sieht so aus: Wir kaufen die Hälfte unserer Oliven von Bauern aus dem Norden, die andere Hälfte aus dem Süden. Es ist das erste Mal seit 40, 50 Jahren, dass dies geschieht. Zehn Prozent unserer Gewinne fließen dann zurück. Unser Geschäft baut auf Gemeinschaftlichkeit auf, und die Gewinne gehen zurück an die Gemeinden“, sagt Hasan Siber, der anderen Ölunternehmer.

Seit 1974 ist die Mittelmeerinsel geteilt - und die gemeinsame Olivenölherstellung nur ein kleiner Schritt im Friedensprozess. Im Juli 2017 gab es zuletzt gemeinsame Gespräche zwischen Vertretern des Nordens und des Südens. Vermittelt hatten diese die Vereinten Nationen. Man ging ergebnislos auseinander.