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Staatliche Milliarden-Hilfen für Fluggesellschaften

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Staatliche Milliarden-Hilfen für Fluggesellschaften
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Frankreich darf der Fluggesellschaft Air France in der Corona-Krise mit sieben Milliarden Euro in Form von Kreditgarantien und eines Kredits als Anteilseigner helfen. Die EU-Kommission billigte die Liquiditätshilfen am Montag mit dem Hinweis, dass ohne staatliche Unterstützung die Insolvenz der Airline drohen könnte. Frankreich habe nachgewiesen, dass alle anderen Möglichkeiten, Geld an den Finanzmärkten aufzunehmen, geprüft und ausgeschöpft worden seien.

Der französische Staat ist mit 14,3 Prozent an der Gruppe Air France/KLM beteiligt, einer der größten Fluggesellschaften in Europa mit einer Flotte von mehr als 300 Flugzeugen. Wegen der Corona-Pandemie wird derzeit praktisch nicht mehr geflogen.

Auch die deutsche Lufthansa rechnet mit «einem baldigen Abschluss» der Verhandlungen über Staatshilfe in Milliardenhöhe. Die Lufthansa verhandelt mit der Bundesregierung in Berlin über Hilfen in Höhe von rund 10 Milliarden Euro, die zum Teil als stille Beteiligung fließen könnten. Im Gegenzug ist auch eine staatliche Beteiligung im Gespräch.

Konzernchef Carsten Spohr lehnt allerdings zu großen staatlichen Einfluss etwa in Form von Aufsichtsratsmandaten ab und drohte mit der Pleite, sollten die Hilfen staatliche Einmischung bedeuten. An diesem Montag will der Lufthansa-Vorstand mit dem Aufsichtsrat die Lage beraten, am Dienstag folgt die Hauptversammlung.

Deutsche Klimaaktivisten kritisieren die staatlichen Gelder für Lufthansa heftig oder wollen sie zumindest an ökologische Bedingungen knüpfen - wie dies der französische Staat bei Air France getan hat.