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Protestaktion "Leere Stühle" in Athen

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Protestaktion "Leere Stühle" in Athen
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Mit Hunderten leeren Stühlen auf dem Syntagma Platz in Athen haben griechische Gastwirte auf ihre finanzielle Not wegen der Corona Krise aufmerksam gemacht.

Restaurants dürfen zwar ab 1. Juni wieder öffnen, aber nur in stark reduziertem Umfang. "Leere Stühle, das ist es, was uns in naher Zukunft bevorsteht, wenn die Regierung unsere Gewerkschaft nicht unterstützt", sagt George Kavathas, Präsident des Griechischen Gastgewerbeverbands. "Wir haben keine Zukunft, wenn wir unter strengen Einschränkungen öffnen. Wir brauchen mehr Tische und mehr Platz, um richtig arbeiten zu können."

Rund 90.000 Restaurants und Cafés droht die Schließung, da sie in dieser Tourismussaison keine Gewinne erwarten. Zehntausende Arbeitsplätze sind in Gefahr, und deshalb bitten die Betreiber um sofortige finanzielle Unterstützung durch den Staat.

Auch in Thessaloniki wurde mit leere Stühlen protestiert. Vielen Restaurantbesitzern steht das Wasser bis zum Hals. So wollen kein Mitleid, sondern konkrete wirtschaftliche Maßnahmen, resümiert Ioannis Filokostas vom Verband der Restaurant- und Barbesitzer in Thessaloniki

"Wir brauchen für ein paar Monate staatliche Hilfe. Die Mehrwertsteuer sollte weniger als 10 % betragen. Steuern auf alkoholische Getränke nicht mehr als 13 %. Wir bitten auch um einen Mietzuschuss für die Zeit, in der wir geschlossen waren und um einen weiteren 50%igen Zuschuss zu unserer Miete bis Ende dieses Jahres".

Ähnliche Protestaktionen mit leeren Stühlen gab es bereits in Deutschland und anderen europäischen Ländern, um auf die prekäre Lage der Branche hinzuweisen.