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Sowjetdenkmäler erinnern an "furchtbares Elend"

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Sowjetdenkmäler erinnern an "furchtbares Elend"
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Pünktlich zum 75. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkrieges ist in Wolgograd, dem früheren Stalingrad, die Restaurierung eines riesigen Denkmals abgeschlossen worden. Das "Mutter-Heimat-Standbild" ist 85 Meter hoch, es wurde 1967 errichtet.

"Fast eine kathartische Erfahrung"

"27 Millionen Menschen hatten ihr Leben verloren. Die vielen Toten in der Sowjetunion waren ein furchtbares Elend, das in der zeitgenössischen Geschichte, vielleicht in der ganzen Geschichte dieser Welt, ohne Entsprechung ist. Man musste versuchen, das irgendwie zu erklären. Überall stehen Denkmäler, die an den Großen Vaterländischen Krieg erinnern. Das sind fast religiöse oder heilige Stätten, an denen Menschen gedenken. Es war fast eine kathartische Erfahrung, insbesondere für die Generation, die den Krieg überlebt hat", erläutert Scott Palmer, Geschichtsprofessor an der Universität von Texas.

In Russland und anderen früheren Sowjetrepubliken gibt es zahlreiche Weltkriegsdenkmäler. In der Nähe der weißrussischen Hauptstadt Minsk steht der "Hügel der Ehre", der 1969 fertiggestellt wurde. In Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, erinnert wie in Wolgograd ein "Mutter-Heimat-Standbild" an den Krieg. Das 1981 eingeweihte Denkmal ziert nach wie vor Hammer und Sichel, obwohl in dem Land mittlerweile zahlreiche Sowjetsymbole aus der Öffentlichkeit entfernt wurden.

"Denkmäler waren Orientierungspunkte"

Die ukrainische Historikerin Tetiana Pastuschenko sagt: "Es war wichtig, die unterschiedlichen Gebiete der Sowjetunion zu stärken. Die Denkmäler waren dabei Orientierungspunkte, die daran erinnerten, dass man gewonnen hatte und sich die vielen Menschen für den Sieg des Reiches geopfert hatten."

Eines der wichtigsten Weltkriegsdenkmäler in Moskau ist das Grab des unbekannten Soldaten, im Alexandergarten unweit des Kreml, mit Ehrenwache und ewiger Flamme.