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Der nächste Datenskandal? Angst vor britischer Corona-App

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Der nächste Datenskandal? Angst vor britischer Corona-App
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Sport im Freien geht wieder in Großbritannien, auch die strengen Kontaktbeschränkungen wegen Covid-19 sollen demnächst gelockert werden.

Doch die neue Freiheit hat einen Preis. Wie auch andernorts in Europa setzt die Regierung auf Überwachungstechnologien, sogenannte Tracking Apps fürs Smartphone, um neue Infektionsherde frühzeitig aufzuspüren. Die Entwicklung läuft auf Hochtouren, ein wenig zu schnell, mahnen Datenschützer.

Die Software wird derzeit auf der Isle of White erprobt und soll nach erfolgreichem Verlauf landesweit eingeführt werden. IT-Sicherheitsexperten wie Jake Moore (ESET) äußern jedoch Bedenken, was die Sicherheit der Daten betrifft. Denn hoch sensible Informationen sollen zentralisiert gespeichert werden.

"Bei Datenschützern herrscht vor allem Sorge um das langfristige Sicherheitsproblem, das damit einhergehen könnte.

Angesichts all dieser Daten blicken wir womöglich auf den nächsten Cambridge-Analytica-Skandal.

Genau das wollen wir verhindern und empfehlen dringend einen anderen, dezentralisierten Ansatz, um Daten nicht auf einem zentralen Server, sondern dem Handy zu speichern. Allerdings lassen sich Daten bei einer zentralisierten Erfassung besser zurückverfolgen. Das ist ein Dilemma für jeden sicherheitsbewussten Experten."

Die App soll Menschen informieren, ob sie in Kontakt mit jemandem stehen, der positiv auf Covid-19 getestet wurde. Aber damit das funktioniert, muss die Anwendung auf die Standortdaten des Users zurückgreifen. Daher die entscheidende Frage: Wie werden diese gesichert?

"Das sind Daten, auf die sich kriminelle Gruppen weltweit stürzen werden", meint Jake Moore. "Manche nur des Ruhmes wegen, andere nutzen den Datendiebstahl, um Geld zu erpressen. Auch wenn die Daten auf einem hoch geschützten britischen Server lagern, wird das diese Leute nicht davon abhalten zu versuchen, dennoch an die Daten zu kommen."

In einer Stellungnahme der britischen Regierung hieß es dazu, Sicherheit und Datenschutz seien in allen Phasen der Entwicklung eine Priorität. Alle Daten würden anonymisiert gespeichert. Auch in Deutschland wird um die Sicherheit der Corona-Tracking-App gestritten.