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Dieselgate: Verfahren gegen VW-Bosse für 9 Millionen eingestellt

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Dieselgate: Verfahren gegen VW-Bosse für 9 Millionen eingestellt
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Das Verfahren gegen die VW-Chefs Herbert Diess und Hans Dieter Pötsch wird nach Angaben des Konzerns gegen eine Zahlung von neun Millionen Euro angestellt. Volkswagen gab an, sich darauf mit dem Landgericht Braunschweig geeinigt zu haben. Demmach sollen im Fall von Vorstandschef Diess und Aufsichtsratschef Pötsch nun jeweils 4,5 Millionen Euro gezahlt werden. Diess und Pötsch wurde Marktmanipulation vorgeworfen. Beide sollen Anleger zu spät über die drohenden finanziellen Folgen der Stickoxid-Manipulationen an Millionen Dieselfahrzeugen informiert haben.

Auch das Marktmanipulationsverfahren gegen den ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn könnte gegen Auflagen eingestellt werden, wie es aus Winterkorns Umfeld hieß. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte im September Anklage gegen die drei Manager erhoben. Über die Zulassung der Anklage hatte das Landgericht bisher nicht entschieden. Es lief noch das sogenannte Zwischenverfahren.

Winterkorn wird in einem weiteren Verfahren in Bezug auf die Dieselaffäre unter anderem besonders schwerer Betrug und Untreue vorgeworfen. Er soll die rechtswidrigen Manipulationen an Motoren bewusst verschleiert haben. Auch in diesem Verfahren ist die Anklage noch nicht zugelassen.

Die rund um "Dieselgate" aufgeflogenen Tricks hatten vor rund viereinhalb Jahren VW und schließlich die gesamte Autobranche in eine Vertrauenskrise gestürzt. Auch bei anderen Herstellern wurden Unregelmäßigkeiten beim Abgasausstoß kritisiert.