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Ein Prinz taucht ab: Rechtsstreit um Andrews Verwicklung in Epstein-Skandal

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Prinz Andrew (Archiv)
Prinz Andrew (Archiv)   -   Copyright  Sakchai Lalit/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.
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Der britische Prinz Andrew meidet öffentliche Auftritte seit Monaten, wo er nur kann. Hintergrund ist ein bizarrer Rechtsstreit um seine Verwicklung in den Missbrauchsskandal um US-Millionär Jeffrey Epstein, mit dem den Royal eine Freundschaft verband.

Die ermittelnde New Yorker Staatsanwaltschaft will den Prinzen seit Langem zu einer Aussage bewegen. Vergeblich. Und sie erhebt schwere Vorwürfe: Prinz Andrew versuche weiterhin, sich im Fall Epstein fälschlicherweise als kooperativ darzustellen. Dabei habe der der Prinz bislang nicht ausgesagt, Bitten um eine Befragung wiederholt abgelehnt und vor rund vier Monaten ausrichten lassen, dass er für eine Befragung keinesfalls zur Verfügung stehe.

"Unsere Türen stehen offen"

Wörtlich hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft: "Unsere Türen stehen offen, und wir erwarten einen Mitteilung darüber, wann wir ihn erwarten dürfen."

Im Zentrum der Affäre stehen Beschuldigungen des mutmaßlichen Epstein-Opfers Virginia Giuffre, auch Andrew habe die US-Amerikanerin als Minderjährige mehrfach in New York und London sexuell missbraucht. Opfer-Anwältin Gloria Allred forderte den Prinzen an diesem Dienstag auf, einfach nur die Wahrheit zu sagen.

"Nichts mitbekommen"

Andrews Anwälte wiederum weisen alle Vorwürfe aus den USA vehement zurück. Andrew habe dem US-Justizmninisterium mindestens dreimal im laufenden Jahr seine Unterstützung als Zeuge angeboten. Und der Prinz bleibt bei seiner Darstellung, er habe von den Machenschaften seines Freundes Epstein nichts mitbekommen.

Jeffrey Epstein nahm sich 2019 in der Untersuchungshaft in New York das Leben. Andrew war mehrfach Epsteins Übernachtungsgast in dessen Anwesen in New York und in der Karibik.Im Gegenzug besuchte Epstein den Royal auch in London. Andrew gilt als Lieblingssohn der Queen.