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Fan-Proteste gegen Schalke-Boss Tönnies: "Wir sind kein Schlachthof"

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Protestbanner von Schalke-Fans
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Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischbetrieb Tönnies gibt es vermehrt positive Fälle in Westfalen.

Bis einschließlich Freitag wurden nach Angaben des Kreises Gütersloh 75 Menschen positiv gestestet, die keinen Bezug zu Tönnies haben.

In den Kreisen Gütersloh und Warendorf ist das öffentliche Leben seit Mittwoch eingeschränkt. Die Maßnahme gilt bis Dienstag. Jeder kann sich freiwillig testen lassen.

"Schalke ist kein Schlachthof"

Der Skandal erhitzt auch auf Schalke die Gemüter, wo Konzernchef Clemens Tönnies Aufsichtsratsvorsitzender ist.

Unter Einhaltung der Abstandsregeln bildeten am Samstag zahlreiche Fans eine Menschenkette am Vereinsgelände. Ihr Motto: "Schalke ist kein Schlachthof - gegen die Zerlegung unseres Vereins".

Sven Schneider ist der Erste Vorsitzende der Schalker Fan-Initiative e. V.: "Wir finden, dass da ein kompletter Neuanfang her muss, um Schalke 04 wieder zu Schalke 04 zu machen mit seinem sozialen Gewissen, mit seiner Fannähe, mit allem was Schalke ausmacht."

Weit entfernt vom Leitbild

Fankreise befürchten schweren Imageschaden für den Verein. Nicht nur der Virus-Ausbruch, auch die schlechte Bezahlung und Unterbringung von Tönnies-Arbeitern werden kritisiert. All dies sei weit entfernt vom Leitbild des Kumpel- und Malocherklubs, sagte eine Mitorganisatorin der Menschenkette.

Tönnies wird nicht zum ersten Mal Vereinsschädigung angelastet. Im vergangenen Sommer kippte die Fanstimmung, weil sich der 64-Jährige rassistische Pauschalurteile gegenüber Afrikanern vorwerfen lassen musste.