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Hongkong: Auch in Coronazeiten ein Zentrum für Wirtschaft und Kultur

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Hongkong: Auch in Coronazeiten ein Zentrum für Wirtschaft und Kultur
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Die Welt kämpft gegen die Pandemie, Hongkong reagiert wie immer - schnell. Die Virusausbreitung wurde zügig eingedämmt, Geschäfte und Kulturveranstaltungen blieben offen. Natürlich mit sozialer Distanzierung und einer Mischung aus Online- und Offline-Events. Hongkong bleibt auch in Krisenzeiten ein Zentrum für Wirtschaft und Kultur. Mit nur etwa 1100 infizierten Menschen und wenigen Todesopfern in einer Stadt mit 7,5 Millionen Einwohnern ging das Leben schnell wieder seinen Gang.

Hongkong ist offen für Geschäfte.

In dieser Folge von Spotlight beleuchten wir, wie Hongkong den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten konnte, indem man Online-Aktivitäten förderte. Wir beginnen mit dem, was Hongkong zu einem internationalen Drehkreuz macht - seinen Messen.

Eine Veranstaltung im Juli ist StartMeUpHK Festival. Normalerweise eine geschäftige Konferenz, die Start-ups und Investoren zusammenbringt. Jetzt findet sie online statt.

Verantwortlich für das StartMeUpHK Festival bei Invest Hongkong ist Jayne Chan, sie erzählt, wie sie das Niveau auch online halten: "Wir versuchen, das Beste aus persönlichen Gesprächen mit dem Besten aus virtuellen Aspekten zu verbinden. Es gibt Persönlichkeiten aus der Industrie, die über eine Reihe von Themen sprechen werden, wie z.B. Smart Cities, Einzelhandelstechnologie, KI, Fintech – alles Bereiche, in denen Hongkong wirklich stark ist. Dazu kommen eine Jobmesse, sowie one-to-one-Investor-Matching und Business-Matching."

Hongkong fördert Start-ups

Cyberport, das führende Gründerzentrum der Stadt, unterstützt 1.560 Start-ups: "Allen von Cyberport betreuten Start-ups wird von der Regierung die Miete erlassen", erzählt Eric Chan, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Cyberport. "Die Regierung unterstützt auch die Menschen, um Jobs zu erhalten und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Unsere Start-ups haben sehr schnell auf die Krise reagiert. Es wurden viele Lösungen entwickelt, die Hongkong geholfen haben."

Wie beispielsweise EventXtra. Das Start-up hat Tausende von On- und Offline-Veranstaltungen für führende Unternehmen wie Alibaba, Siemens und Honeywell organisiert. Mitbegründer Sum Wong sagt:

"Events waren von der Pandemie besonders betroffen, weil alle Veranstaltungen auf Eis gelegt oder abgesagt werden müssen. Auch Fluggesellschaften oder Reiseveranstalter wurden hart getroffen. Wir bieten eine Hybridlösung an. Fast 80 Prozent unserer Einnahmen kommen aus virtuellen Ereignissen. Unsere Gesamteinnahmen sind während der Pandemie um mehr als 300 Prozent gestiegen. Wir entwickelten einen Prototyp für eine Veranstaltungsmanagement-Software, die dann viele Unternehmen genutzt haben. Zu dieser Zeit traten wir auch in das Cyberport-Inkubationsprogramm ein. Dort half man uns, ein paar weitere Investoren zu finden."

Hongkongs Kultur ging online

Auch Hongkongs Kulturszene und der Kunstmarkt verlegten während der Pandemie ihre Aktivitäten ins Internet. Inzwischen gibt es wieder Veranstaltungen - mit Hygiene- und Distanzregeln. Dabei hilft Art Power HK, eine Online-Plattform, die während der Pandemie startete und inzwischen mehr als 130 Partner hat. Alice Mong ist Mitglied der Arbeitsgruppe für Art Power HK. Sie leitet die Asia Society Hongkong, einen der mit Art Power beteiligten Veranstaltungsorte:

"Es gab keinen Lockdown, Galerien hatten offen, es gab Ausstellungen, Veranstaltungen. Wir arbeiten mit den Künstlern zusammen, um sicherzustellen, dass ihre Kunst gesehen oder erlebt wird. Vielleicht kann man sie in Zeiten sozialer Distanzierung nicht live sehen, aber dann auf einer digitalen Plattform."

Hongkongs Kulturszene wächst weiterhin in großem Stil: Das M+-Museum ist im Bau und soll nächstes Jahr eröffnet werden. Es ist das jüngste Gebäude im West Kowloon Cultural District, einem ganz neuen Kulturviertel.

Alice Mong meint: "Jedes Jahr gibt es etwas Neues, was die Kunst und die Künstler feiert. Das macht Hongkongs Kunst-Ökosystem so aufregend."