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Zwei Jahre nach der Feuerwalze: Mati will besser auf Brände vorbereitet sein

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Brandruine in Mati
Brandruine in Mati   -   Copyright  ARIS MESSINIS/AFP
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Zwei Jahre nach dem Brand im griechischen Mati mit 102 Toten sind in dem Küstenort noch zahlreiche Feuerschäden sichtbar. Das ist angesichts der Zerstörungskraft, die die Flammen entwickelten, kaum verwunderlich. Aber es geht voran. Immer mehr Brandruinen werden renoviert oder gleich durch neue Häuser ersetzt.

Die griechische Regierung hat jetzt eine vorläufige Fassung eines Maßnahmenplans vorgelegt, der Mati und andere Orte baulich besser auf derartige Unglücksfälle vorbereiten soll.

euronews-Reporterin Fay Doulgkeri kommentiert: „Die Menschen in Mati meinen, dass die stadtplanerischen Maßnahmen so schnell wie möglich umgesetzt werden müssen und nicht in der Bürokratie versanden dürfen, damit die Gebiete sicher sind und die Menschen ohne Angst leben können."

Fluchtwege zu eng und schlecht ausgeschildert

Es sollen unter anderem weitere Zugänge zum Meer gebaut werden, die im Unglücksfall als Fluchtwege genutzt werden können. Davon gebe es zu wenige, einige der bereits bestehenden seien zu schmal, sagen die Anwohner. Ebenfalls angemahnt wurde nach den Bränden vor zwei Jahren eine Ausschilderung der Fluchtwege.

Der Anwohner Christos Anagnostou erläutert: „Wir fordern eine Sicherheitslösung. Sollte es wieder eine Gefahrenlage geben, wollen wir, dass die Menschen schnell in Sicherheit gebracht werden können. Im Augenblick gibt es kaum Fluchtwege, die aus den Wohngebieten herausführen. Das reicht so nicht.“

Die Stadtplaner wollen einen Weg in unmittelbarer Küstennähe bauen. Auch Fahrradwege sind vorgesehen, die im Notfall ebenfalls genutzt werden könnten, um sich in Sicherheit zu bringen. Feuer sind nicht die einzige Gefahr, die die Stadtplaner umtreibt, auch ein Hochwasserschutz muss gewährleistet sein.

Nicht nur Mati braucht Nachbesserungen

„Wir wollen einen Entwurf für die Stadtplanung schaffen“, so Stadtplaner Efthimis Bakogiannis. „Mati und Umgebung haben mehrere Probleme, die es auch in anderen Landesteilen gibt. Das ist ein Versuch. Sollten wir sehen, dass er klappt und das per Gesetz festgehalten wird, erhalten wir grünes Licht, solche Maßnahmen auch in anderen Gegenden, die solche Schwierigkeiten haben, umzusetzen“, sagt Bakogiannis.

Die Erinnerung an die Feuerkatastrophe ist bei vielen Menschen in Mati auch zwei Jahre danach noch frisch. Doch das Leben - auch am Strand - steht deshalb nicht still.