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Hotspot auf Lampedusa: Migranten werden auf fünf Schiffe umquartiert

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Hotspot auf Lampedusa: Migranten werden auf fünf Schiffe umquartiert
Copyright  Chris Grodotzki/Chris Grodotzki / Sea-Watch.org
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Die Insel Lampedusa liegt geografisch im Dreiländereck zwischen Tunesien, Libyen sowie Italien und ist deshalb eines der Hauptanlaufziele für Bootsmigranten aus Nordafrika. Die Insulaner warten nun auf das, was viele, wenn nicht die meisten von ihnen als Befreiungsschlag erachten.

Die seit Jahren überfüllte Erstaufnahmeeinrichtung für Schutzsuchende, auch Hotspot genannt, soll geschlossen werden.

Die Regierung in Rom hat beschlossen, alle Bewohner auf Schiffen unterzubringen. Dort müssen sie zunächst eine zweiwöchige Quarantäne verbringen.

Gian Lorenzo Marinese leitet den Hotspot auf Lampedusa: "Seit dem ersten Juni haben wir in diesem Sommer 9.000 Menschen beherbergt. In ganz Italien gab es laut des Innenministeriums 18.000 Ankünfte. Also leben bei uns die Hälfte aller Angekommenen."

Die Lebensumstände im Hotspot sind aus hygienischer Sicht mehr als zweifelhaft, weil der Hotspot chronisch überfüllt ist.

In Zeiten der Pandemie fürchteten die Insulaner um ihre Gesundheit und wandten sich erfolgreich an Regierungschef Giuseppe Conte. Auch, weil viele Schutzsuchende angeblich wild auf öffentlichen Plätzen campieren.

Als Konsequenz werden jetzt fünf Quarantäne-Schiffe nach Lampedusa entsandt, um die Bewohner des Hotspots aufzunehmen.

Auch finanziell kam Conte den Insulanern entgegen. Er unterschrieb ein Dekret, das Steuerpflichtige auf Lampedusa bis Dezember nächsten Jahres von Zahlungen befreit.