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Keine Unabhängigkeit: Neukaledonien bleibt bei Frankreich

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Keine Unabhängigkeit: Neukaledonien bleibt bei Frankreich
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Die Bewohner des französischen Überseegebiets Neukaledonien haben sich zum zweiten Mal gegen eine Trennung von Frankreich ausgesprochen. Bei einem Referendum stimmten gut 53 Prozent gegen eine Unabhängigkeit. Die Wahlbeteiligung war mit 85 Prozent sehr hoch.

Das Ergebnis ist vor allem für die Bevölkerungsgruppe der Ureinwohner Neukaledoniens eine Enttäuschung. Von ihnen hoffen viele seit langem auf einen eigenen Staat. Ein erstes Unabhängigkeitsreferendum war bereits vor zwei Jahren gescheitert. Damals hatten die Seperatisten sogar noch deutlicher verloren.

"Die Wähler haben ihre Meinung zum Ausdruck gebracht. Die Mehrheit will bei Frankreich bleiben. Als Staatsoberhaupt begrüße ich dieses Zeichen des Vertrauens in die Republlik mit Dankbarkeit und Demut", sagte der französische Präsident Emmanuel Macron.

Neukaledonien war früher französische Kolonie, genießt jedoch heute weitreichende Autonomie. Das Archipel erhält pro Jahr 1,5 Milliarden Euro an Beihilfen aus Paris. Das Inselparadies ist aber auch reich an Bodenschätzen und hat riesige Nickelvorkommen. Zur Europäischen Union gehört Neukaledonien nicht, es ist nur assoziertes Gebiet. Bezahlt wird nicht mit dem Euro, sondern mit dem Pazifischen Franc. Bei Europawahlen dürfen die Neukaledonier aber mitstimmen. Zudem wird die Infrastruktur auf den Inseln aus den EU-Kassen mitfinanziert.